Schloss Hellenstein im Sommer. Foto: Oliver Vogel

Kunst am Bau - Karl-Rau-Halle

Die Bauarbeiten an der Karl-Rau-Halle in Heidenheim schreiten kontinuierlich voran. Neben der technischen und baulichen Sanierung und ästhetischen Aufwertung des Baus wird es eine weitere Neuerung geben. In Zukunft wird ein Kunstwerk der Künstlerin Anna Borgman die Fassade des Gebäudes beleben.

farbige Acrylglaslinien auf der Messingfassade
Kunstwerk an der Fassade der Karl-Rau-Halle. Foto: Anna Borgman

Vorausgegangen war der Entscheidung für das Werk der dänischen Künstlerin ein vom Geschäftsbereich Hochbau der Stadt Heidenheim ausgerufener geschlossener Wettbewerb. Insgesamt vier Künstler stellten ihren jeweiligen Entwurf für ein Kunstwerk an oder in der Karl-Rau-Halle vor. Sie präsentierten ihre Ideen im vergangenen Jahr einer Jury, der Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen des Gemeinderats, Oberbürgermeister Michael Salomo, Bürgermeister Simone Maiwald, Fachbereichsleiter Gerhard Horlacher, Museumsleiter Marco Hompes, der zuständige Architekt Christoph Baur von der AGW Architektengruppe Wittmann, die Künstlerin Jeanette Zippel, Künstler und Kurator Michael Günzer sowie die Kuratorin Linnea Streit angehörten. Frau Dr. Elnaz Ghazi aus dem Bereich Hochbau der Stadtverwaltung Heidenheim verantwortete die Planung, Koordination und Dokumentation des Verfahrens und steuert die erforderlichen Abstimmungsprozesse. Sie begleitet zudem die Umsetzung und die damit verbundenen Herausforderungen.

Der Entwurf von Anna Borgman konnte die Mehrheit aller Stimmen der Jury auf sich vereinen. Der Siegerbeitrag besteht aus bunten, ineinandergreifenden Bewegungsdiagrammen und taktischen Zeichnungen aus verschiedenen Sportarten. In der Überlagerung entsteht ein „vielschichtiger, kalligrafischer Schriftzug, der die Vielfalt sportlicher Aktivität als kollektive Spur im Raum reflektiert“, wie die Künstlerin es selbst beschreibt.
Das Besondere an Borgmans Werk ist, dass es zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich ist. Tagsüber sind die farbigen Acrylglaslinien auf der Messingfassade eine bunte Gesamtheit. Mit Einbruch der Dunkelheit ändert sich das Motiv. Zehn der Lineaturen sind mit LED-Lichtmodulen hinterlegt. Diese werden über Zufallsgeneratoren gesteuert, wodurch jede Nacht eine neue Kombination leuchtender Linien entsteht.
Die Künstlerin versteht dies als ein Symbol der sportlichen Spontanität, ein Spiel aus Kontrolle, Zufall und Bewegung.

Die Grafik hat eine Gesamtlänge von ca. 13,90 Metern und ist 4,90 Meter hoch. Die Figuren werden aus durchgefärbtem Acrylglas gefräst und an der Vorderseite abgerundet. Die Einzelelemente sind 30 mm breit und 45 mm tief. Insgesamt gibt es vier Farben: Blau, Türkis, Pink und Grün. Diese Kombination ist farbenfroh, kann sich jedoch vom Messinguntergrund absetzen und wirkt harmonisch.

Kunst auch im Kunstmuseum

Vom 20. Juni an zeigt das Kunstmuseum Heidenheim die Ausstellung „All die Zeit“, bei der Anna Borgman auch als Kuratorin und Künstlerin beteiligt ist. Der ebenfalls zum Wettbewerb eingeladene Stuttgarter Künstler Bruno Martin Schmid wird seine Kunst ab August ebenfalls im ehemaligen Volksbad präsentieren.

(Erstellt am 30. April 2026)

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