Archäologisch-historische Sammlungen
Der Realschulprofessor Eugen Gaus gründete 1901 in Heidenheim den Heimat- und Altertumsverein und damit einhergehend ein Heimatmuseum in der Kirche von Schloss Hellenstein.
Die ausgestellten Bestände umfassten Ankäufe und Schenkungen von Bürgern aus den Bereichen Kunst, Volkskunst, Handwerk und Technik sowie die archäologischen Funde aus den Ausgrabungen, die Eugen Gaus selbst in der Stadt und im Oberamt (heute Landkreis) Heidenheim durchgeführt hatte.
Im Laufe der Jahre vergrößerte sich der Bestand kontinuierlich, und das Museum wurde auf weitere Räumlichkeiten im Schloss Hellenstein ausgedehnt. 1993 übergab der Verein das Heimatmuseum und die Sammlung an die Stadt Heidenheim.
I Archäologie
Die archäologische Sammlung enthält Objekte von der Mittleren Altsteinzeit (Mittelpaläolithikum) um 70 – 50 000 v. H. bis ins Mittelalter um 1300 n. Chr. Der Schwerpunkt liegt in der älteren vorrömischen Eisenzeit (Hallstattzeit) um 850-470 v. Chr., der Römischen Kaiserzeit des 1.-2. Jahrhunderts und dem frühen Mittelalter (Merowingerzeit/Alamannen) des 6.-7. Jh. n. Chr.
II Sammlung Meebold
Alfred Meebold (1863-1952), Fabrikantensohn (WCM) aus Heidenheim, bereiste zwischen 1905 und 1912 mehrfach den indischen Subkontinent und umliegende Länder. Von diesen Reisen brachte er ungefähr 400 Objekte aus allen Bereichen des alltäglichen Lebens mit nach Heidenheim und schenkte diese dem Altertumsverein.
III Sammlung Thea Voith
Die Sammlung Thea Voith (1893-1964) besteht aus 27 Kirchenkunstobjekten, Gemälden und Skulpturen, hauptsächlich aus Niederösterreich und Süddeutschland mit zeitlichen Schwerpunkten in der Spätgotik (14./15. Jh.) und dem Barock (17./18. Jh.). Herausragend darunter, die Steinguss-Pièta, die „Anbetung des Christuskindes“ und die „Marienklage“ des „Kremser Schmidt“.
Neben der Kirchenkunst erwarb Thea Voith auch ein kleines Konvolut an Objekten asiatischer Herkunft, welches weitläufig mit dem Thema „Wächterlöwe“ zu tun hat. Die genaue Herkunft der Objekte ist jedoch unbekannt.
IV Ägypten
Das kleine Konvolut an Objekten aus Ägypten stammt von Reisen verschiedener Mitglieder des Altertumsvereins im späten 19. und frühen 20. Jh. Bedeutungsvoll ist der Großuschebti des „Iuy“ aus ramessidischer Zeit, den Victor Zoeppritz dem Verein überließ.
V Querbeet
Das Magazin der Stadt Heidenheim beherbergt über 10 000 Einzelstücke zudem aus den Bereichen Geologie und Paläontologie, Stadt- und Technikgeschichte, Alltagskultur, Volkskunst, Handwerk und Numismatik.










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