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Sanierungsgebiet „Schnaitheim-Hagen“

Durch Gemeinderatsbeschluss vom 12.05.2016 wurde das Gebiet „Schnaitheim-Hagen“ förmlich als Sanierungsgebiet festgelegt. Die Laufzeit endet voraussichtlich im April 2024. Das Sanierungsgebiet „Schnaitheim-Hagen“ liegt im Stadtteil Schnaitheim, der im Norden an die Heidenheimer Kernstadt angrenzt. Es erstreckt sich westlich und östlich der Bahn-Haltestelle Heidenheim-Schnaitheim und umfasst neben der ehemaligen Arbeitersiedlung Hagen den Bereich um die Hirscheckschule und die Turn- und Festhalle.

Auslöser für die Überlegung, Fördermittel für das Gebiet „Hagen“ zu beantragen, waren die Bedürfnisse und Wünsche von Bürgern, die bei einer Bürgerwerkstatt im November 2013 artikuliert wurden. Insbesondere bezüglich des Straßenraums sowie des öffentlichen Raumes, aber auch hinsichtlich der Gebäudesubstanz besteht im Hagen Handlungsbedarf.

Durch die Sanierungsmaßnahme „Schnaitheim-Hagen“ sollen unter anderem die Flächen zwischen Bahnlinie und Fabrikstraße sowie das Schäfer-Areal neugeordnet werden. Für die Fläche zwischen Fischerweg und Hirscheckschule ist das Ziel einen nutzbaren Ortsmittelpunkt zu schaffen. Ebenfalls ist das Ziel, die Wegeverbindungen zwischen dem Ost- und dem Westteil des Sanierungsgebiets zu stärken und die Fußgängerbrücke über die Bahn zu erneuern. Bei etlichen Straßen ist festgehalten, dass sie umgestaltet werden müssen, darunter auch die Herter-, die Eberhard- und die Turnstraße. All dies dient den Zielen der Generationengerechtigkeit, der energetischen Erneuerung und der Flächenersparnis im Außenbereich.

Durch Gemeinderatsbeschluss am 25.07.2019 wurden die Sanierungsziele in Schnaitheim-Hagen in Form eines städtebaulichen Rahmenplans weiterentwickelt und festgelegt.

Als eines der Sanierungsziele soll die Fläche zwischen Bahnlinie und Fabrikstraße als Wohnbebauung aktiviert werden. Auf dem Schäfer-Areal können unterschiedliche Gebäude- und Wohnformen, angepasst an die konkreten Bedingungen und eingefügt in das städtebauliche Umfeld, geschaffen werden.

Das Sanierungsprogramm

Mit dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützen Bund und Länder die Kommunen dabei, den demographischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind, zu bewältigen. In Baden-Württemberg konzentriert sich das Förderprogramm in erster Linie auf die Wiederbelebung brachliegender Flächen und die Stärkung von Innenstädten und Ortszentren durch Bestandserneuerung.

Bürgerbeteiligung

Vorbereitende Untersuchung

Eine erfolgreiche städtebauliche Sanierung ist nur durch intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten und Interessierten möglich.

Bei einem Bürgerinformationsabend und einem Stadtteilspaziergang hat die Stadtverwaltung frühzeitig über das Projekt und seine Möglichkeiten informiert. Zahlreiche Interessierte nahmen die Gelegenheit wahr, ihre konkreten Fragen an die Stadtverwaltung zu richten und wichtige Themen direkt einzubringen.
 
Die Ergebnisse aus den verschiedenen Formen der Bürgerbeteiligung flossen in den Bericht über die vorbereitenden Untersuchungen ein und werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.

Fußgängersteg

Zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen ist es wichtig, die Bewohnerschaft aktiv einzubinden. Im Rahmen einer Bürgerversammlung wurden interessierte Bürgerinnen und Bürger über den Abbruch und Neubau des Fußgängersteges am Bahnhof Heidenheim-Schnaitheim informiert.

Fischerweg – Platzgestaltung

Die Bürgerinnen und Bürger haben den Wunsch nach einem zentralen Platz im Gebiet geäußert. Um bedarfsgerecht planen zu können wurden zwei Treffen durchgeführt. Alle lokalen Akteure sowie Schlüsselpersonen waren eingeladen, ihre Anregungen, ihre Nutzungsbedürfnisse sowie ihre Ideen einzubringen. Anschließend wurden diese Ergebnisse aufgegriffen und durch einen Entwurfsplan konkretisiert.
Die Baumaßnahmen sind zwischenzeitlich abgeschlossen (mehr Informationen siehe unter: Projekte – Umbau Fischerweg / Am Jagdschlößle mit Platzgestaltung)

Projekte

Umbau Fischerweg / Am Jagdschlößle mit Platzgestaltung

Zur Stärkung der Aufenthaltsqualität wurde der Fischerweg zu einem multifunktional nutzbaren Ortsmittelpunkt (attraktive Veranstaltungsfläche) umgestaltet.

Im Vorfeld der Neugestaltung des Platzes im Bereich Hirscheckschule/Turn- und Festhalle fanden im Jahr 2017 zwei Planungsgespräche mit den lokalen Akteuren statt. Aus der Bürgerschaft kam die Idee, den Platz als zentralen Dorfplatz zu deklarieren (vgl. Bürgerbeteiligung). Die Anregungen wurden von der Stadtverwaltung aufgenommen und in die Gestaltungsplanung eingearbeitet.

Im Frühjahr 2020 konnten die Baumaßnahmen erfolgreich abgeschlossen werden. Durch die Umgestaltung wurde der Fischerweg städtebaulich aufgewertet und es konnte eine optische Abgrenzung zum Schulbereich geschaffen werden. Zudem konnte durch die Maßnahme die Parksituation im Bereich Bahnhof/Turn- und Festhalle deutlich verbessert werden.

Platzgestaltung Fischerweg - vorher
Platzgestaltung Fischerweg - vorher
Platzgestaltung Fischerweg - nachher
Platzgestaltung Fischerweg - nachher
Platzgestaltung Fischerweg - nachher
Platzgestaltung Fischerweg - nachher

Auch die Arbeiten für die Neugestaltung der Straße „Am Jagdschlößle“ sind bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen. Die Straße wurde barrierefrei ausgebaut, die Gehwege sind nun auf Fahrbahnniveau abgesenkt. Da in der Straße viel Radverkehr unterwegs ist, entstand an dieser Stelle Heidenheims erste Fahrradstraße.

Umgestaltung Herterstraße

Neben der Fabrikstraße, welche bereits erneuert wurde, weisen auch die Herterstraße, Eberhardstraße, Georgstraße und Turnstraße erhebliche Mängel und Missstände auf und bedürfen dringend einer Neugestaltung.

In diesem Jahr soll mit der Umgestaltung der Herterstraße begonnen werden. Die Planungen wurden bereits im Ausschuss für Technik und Umwelt beschlossen.

Umgestaltung der Fabrikstraße

Die Fabrikstraße gilt als wichtige Erschließungsstraße des Sanierungsgebiets „Schnaitheim-Hagen“. Die Umgestaltung der Fabrikstraße erfolgte in zwei Bauabschnitten.

Der erste Abschnitt der Fabrikstraße im Sanierungsgebiet „Schnaitheim-Hagen“ wurde im Jahr 2017 neu gestaltet. Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme wurden auch alle Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert.

Im Laufe des Jahres 2018 wurde der zweite Bauabschnitt der Fabrikstraße neu gestaltet.

Fabrikstraße 2. BA -  Nach der Umgestaltung
Fabrikstraße 2. BA -  Nach der Umgestaltung

Fußgängersteg

Am 23.03.2017 wurde der Abbruch des Fußgängersteges im Technik- und Umweltausschuss beschlossen. Grund für den geplanten Abbruch ist, dass sich das Bauwerk in so schlechtem Zustand befindet, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass einzelne Teile abfallen.

Der Fußgängersteg wurde im Oktober 2019 abgebrochen. Die Vergabe der Gründungsarbeiten für den Neubau wurde in der Sitzung des Umwelt- und Technikausschusses am 14.07.2020 beschlossen.

Die Fundamente für den neuen, barrierearmen Fußgängersteg sind bereits gesetzt. Die Fertigstellung des Stegs soll noch im Jahr 2021 erfolgen.

Steg Schnaitheim
Steg Schnaitheim
Steg Schnaitheim
Steg Schnaitheim
Abbrucharbeiten Steg
Abbrucharbeiten Steg. Foto: Stadt Heidenheim

Schäfer-Areal

Der Bereich der ehemaligen Zigarrenfabrik wird neu bebaut. Das Grundstück wurde von einem privaten Investor gekauft. Dieser plant nun, wie im Rahmenplan für das Sanierungsgebiet vorgesehen, neuen Wohnraum zu schaffen. Neben mehreren Doppelhäusern werden auch drei Mehrfamilienhäuser realisiert. Mit den Abbrucharbeiten der alten Gebäude soll im Frühjahr 2021 begonnen werden.

Förderinformationen

Auch private Eigentümer haben die Möglichkeit, für umfassende Modernisierungsmaßnahmen an ihrem Gebäude Fördermittel zu erhalten. Welche Maßnahmen förderfähig sind und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, erfahren Sie durch den nachstehenden Link.

Stadtentwicklungskonzept

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) der Stadt Heidenheim setzt sich aus mehreren miteinander verknüpften und aufeinander aufbauenden Konzepten, Zielkatalogen und Maßnahmenplänen zusammen. Im Hinblick auf die Stadterneuerung sind die wichtigsten Bausteine daraus zusammengetragen. Damit wird dokumentiert, dass die Stadtentwicklung in Heidenheim ebenso zielgerichtet wie konsequent betrieben wird und ein wesentliches Element dieser Stadtentwicklung die städtebauliche Erneuerung in den verschiedenen Sanierungsgebieten war und ist.

Die Attraktivität der (Innen-)Stadt, die „Stadt der kurzen Wege“, ein vielfältiges Wohnungsangebot, das weitgehende Vermeiden neuer Wohnbaulandausweisungen, Energieeinsparung, Aufwertung vorhandener Bausubstanz und Identifikation mit dem Quartier sind die Motive, mit den Instrumenten der städtebaulichen Erneuerung zu arbeiten. Das ISEK ist kein in sich abgeschlossenes Planwerk, sondern reagiert flexibel auf sich ändernde Anforderungen.

Am 14.05.2013 hat der Gemeinderat der Stadt Heidenheim das ISEK erstmals beschlossen, ebenso seine jährliche Fortschreibung. Die Fortschreibung von 2020 liegt nun vor.

Das Team

Ihre Anregungen und Hinweise nimmt Frau Kurz von der Stadtverwaltung Heidenheim gerne entgegen.

Liegenschaften
Grabenstraße 15
89522 Heidenheim an der Brenz
Fax (0 73 21) 3 23-15 12


Mit der Durchführung der Sanierungsmaßnahme hat der Gemeinderat die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH beauftragt. Hier können Sie sich gerne an Frau Barbara Fleisch und an Frau Melina Krapf wenden.

Barbara Fleisch
Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH
Hohenzollernstraße 12 - 14
71638 Ludwigsburg

Melina Krapf
Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH
Hohenzollernstraße 12 - 14
71638 Ludwigsburg

Fotogalerie

Tag der Städtebauförderung 2016

Informationsveranstaltung im Sanierungsgebiet „Schnaitheim-Hagen“

Um das Interesse an der Mitwirkung an der Sanierung zu erhöhen und um den Eigentümern des Sanierungsgebietes Informationen über die Fördermöglichkeiten für private Maßnahmen zu geben, hat die Stadt Heidenheim am Mittwoch, 29. Juni 2016 zur Informationsveranstaltung für die Eigentümer des Sanierungsgebiets in der Turn- und Festhalle Schnaitheim eingeladen.

Während der Informationsveranstaltung wurden sowohl die Ergebnisse der vorbereitenden Untersuchungen vorgestellt, als auch die Zuschussmöglichkeiten für private Maßnahmen erläutert. Die Stadtverwaltung, die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, die mit der Betreuung der Sanierungsmaßnahme beauftragt wurde, sowie die Berater des Runden Tisches Energie informierten die Eigentümer im Rahmen der Veranstaltung über die Sanierung und ihre Möglichkeiten und standen für Fragen zur Verfügung.

Eine Ausstellung für die Öffentlichkeit mit gelungenen Beispielen aus aktuellen und früheren Maßnahmen in Heidenheim sowie über allgemeine Informationen zur Städtebauförderung hatte zum Ziel, die Eigentümer des Sanierungsgebietes zur Mitwirkung an der Sanierungsmaßnahme zu motivieren. Im Anschluss an die Veranstaltung wurde die Ausstellung im Rathaus gezeigt.

Eindrücke der Informationsveranstaltung im Rahmen des „Tages der Städtebauförderung 2016“

Download / Links

Kontakt

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