Bürgerempfang der Stadt Heidenheim: festliche Feierstunde für das Ehrenamt
Ein würdevolles Ambiente für das Ehrenamt als Rückgrat der Gesellschaft, ein gelungener musikalischer und künstlerischer Rahmen sowie ein lokalpolitischer Blick in Heidenheims nahe Zukunft: Der Bürgerempfang der Stadt Heidenheim sorgte bei mehr als 600 Bürgerinnen und Bürger für Begeisterung im Congress Centrum.
„In diesen politisch und wirtschaftlich schweren Zeiten sind solche Anlässe eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte Oberbürgermeister Michael Salomo in seiner offiziellen Begrüßung, nachdem er zuvor bereits zahlreiche Hände geschüttelt hatte. Unter den Gästen befanden sich neben Vertretern aus der Landes- und Kommunalpolitik und der örtlichen Wirtschaft und Geldinstitute auch zahlreiche Repräsentanten der Heidenheimer Kirchen, Vereine und Schulen. Erfreulich war, dass viele junge Menschen der Einladung von Oberbürgermeister Salomo gefolgt sind.
Im Mittelpunkt der von Kulturamtsleiter Matthias Jochner mit Charme moderierten Veranstaltung stand die Würdigung des Ehrenamts: Gleich drei ehrenamtlich tätige Personen und Initiativen erhielten die Anerkennung, die sie verdient haben. Karin Böhm vom Evangelischen Gemeindeverein Schnaitheim erhielt von OB Salomo die Ehrenamtsmünze für den langjährigen Vereinsvorsitz verliehen. In seiner Laudatio würdigte der Oberbürgermeister Karin Böhm für 28 Jahre Ehrenamt in Schnaitheim. In einem kurzen Film erfuhr man mehr über die gute Seele von Schnaitheim, die für ihr Lebenswerk und für ihre berührenden Worte auf der Bühne einen tosenden Applaus vom Publikum bekam.
Als zweites geehrt wurde die Seniorenakademie Heidenheim für ihre Bemühungen, das Motto vom „lebenslangen Lernen“ mit Leben zu füllen. OB Michael Salomo zeigte sich in seiner Laudatio begeistert darüber, dass sich die Mitglieder der Seniorenakademie nach vielen Berufsjahren die große Aufgabe einer Selbstverwaltung auferlegt haben, um ihr Wissen engagiert und motiviert an andere weiterzugeben.
Ehrung Nummer drei ging an die ehrenamtlichen Helfer des Tafelladen Heidenheim. Auch hier wurde im Ehrungsfilm schnell deutlich, wie elementar wichtig die Aufgabe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel sind: Seit Corona und dem Ukraine-Krieg ist die Nachfrage gegenüber der Tafel deutlich gestiegen. Mit viel Herz und Geduld kümmern sich die Ehrenamtlichen um die Menschen unserer Stadt, die aktuell nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Gleich 15 Menschen umfasste das Team der Tafel auf der Bühne, auch hier war der Beifall groß, als OB Salomo die Ehrung vornahm.
Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Festakt vom Musikverein „Frohsinn“ Oggenhausen unter Leitung der Dirigentin Magdalena Burr. Der künstlerische Beitrag kam von der Tanzgruppe „Art Evolution“ der Sambo-Abteilung des Heidenheimer Sportbunds.
Traditionell stellt sich Oberbürgermeister Michael Salomo beim Bürgerempfang den Fragen seines Pressesprechers: Mit Ingmar Volkmann sprach der OB über die Verwandlung des Rathausquartiers und der Grabenstraße in eine neue und lebendige Mitte: „Vor genau 20 Jahren sorgte die Gartenschau für Grün und Aufbruchstimmung in Heidenheim. Diese Begeisterung und dieses Grün holen wir nun ins Herz von Heidenheim“, erklärte Michael Salomo, und verwies auf 1000 Quadratmeter entsiegelte Fläche und 35 neue Bäume rund ums Rathaus.
Im weiteren Verlauf des Interviews ging es um das Zusammenspiel von Kommune und Landespolitik sowie ums Netzwerk Junge Bürgermeister, dessen Vorsitz OB Salomo innehat. Mit dem Netzwerk im Rücken könne er ganz anders mit dem Bund verhandeln, erklärte der OB, und lieferte konkrete Beispiele dafür, wie Heidenheim von seiner Arbeit im Netzwerk profitiert hat, zum Beispiel über Photovoltaik-Flächen für die Stadtwerke und ein überregionales mediales Interesse an der Stadt an der Brenz. Am Ende lautete das Fazit des Interviews und des gesamten Bürgerempfangs: Die aktuellen Herausforderungen bewältigen wir nur gemeinsam: „Wir müssen an die Demokratie glauben. Denn wenn wir es nicht tun, haben andere leichtes Spiel“, so Salomo.




