Flaggentag der Mayors for Peace: Städte rufen zu nuklearer Abrüstung auf
Am 8. Juli setzt die Stadt Heidenheim gemeinsam mit den deutschen Mitgliedsstädten der Mayors for Peace ein deutliches Zeichen für Frieden und Abrüstung als Mahnung an die internationale Gemeinschaft, nukleare Aufrüstung zu stoppen und Abrüstungsbemühungen zu stärken.
Die "Mayors for Peace"-Flagge wird wegen der Rathausbaustelle um 14.30 Uhr vor der Stadtbibliothek Heidenheim, Willy-Brandt-Platz 1, gehisst.
Oberbürgermeister Michael Salomo und Jutta Dorsch von der Friedensgruppe Heidenheim werden anlässlich der Aktion sprechen.
Vor genau 30 Jahren, am 8. Juli 1996, stellte der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag fest, dass das Androhen und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem bekräftigte der IGH die Pflicht aller Staaten, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“
Doch die Realität zeigt eine gegenläufige Entwicklung. Atomwaffen spielen wieder eine größere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik, Abrüstungsregime geraten unter Druck. Nach Schätzungen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI existieren weltweit weiterhin über 12.000 Atomsprengköpfe, ein fortbestehendes Risiko für die gesamte Menschheit.
