Museum Schloss Hellenstein
Das Museum Schloss Hellenstein ermöglicht Einblicke in das architektonische Erscheinungsbild des spätrenaissancezeitlichen Schlosses.
Öffnungszeiten
Bitte beachten Sie:
Vom 20. April bis zum 9. Mai bleiben die Schlossbergmuseen im Rahmen des Lichtkunstfestivals geschlossen. Ab dem 10. Mai (Muttertag) können sie wieder besucht werden - den Auftakt gibt hier um 11:00 eine Matineé aus der Reihe "Museumsmusik" der Musikschule Heidenheim, mit Violine und Cembalo (Aida-Andrea Perez Luquerna und Yoko Johannsen).
Eintrittspreise
Bis zum 17.06.2026 gelten die folgenden Preise:
- Eintritt Erwachsene: 3 €
- Eintritt ermäßigt: 2 €
- Gruppen ab 10 Personen: 2 € pro Person
- Kinder/Jugendliche,
Inhaber*innen eines Förderpasses, Schwerbehinderte, etc.: Eintritt frei - Saisonkarte: 15 €
Der Eintritt beinhaltet den Besuch ins Museum für Kutschen, Chaisen und Karren.
Bitte beachten Sie, dass in den Schlossbergmuseen nur Barzahlung möglich ist.
Kontaktformular
Standort
Dauerausstellung
Das Museum Schloss Hellenstein erstreckt sich über mehrere Räume des um 1600 von Herzog Friedrich I. von Württemberg erbauten "Unteren Schlosses".
Der Eingangsbereich befindet sich im ehemaligen Zeughaus, dem Waffenarsenal der auch als Festung dienenden Anlage. In diesem Raum finden auch Vorträge statt, die das Museum gemeinsam mit dem Heimat- und Altertumsverein Heidenheim anbietet.
Der ehemalige herzogliche Leibstall wird für kleine Wechselausstellungen zu historischen Themen benutzt. Den westlichen Abschluss des "Unteren Schlosses" bildet die Schlosskirche, die bereits von außen durch ihre Fassadengestaltung im gotischen Stil erkennbar ist. In ihrem Inneren wird diese altprotestantische Saalkirche durch umlaufende Emporen geprägt, die auf toskanischen Säulen ruhen und mit Stuckkassetten sowie Brüstungsreliefs verziert sind. Der zweistöckige Chor im Norden des querrechteckigen Kirchensaals weist ein Scheingewölbe in Form filigraner Stuckrippennetze auf. Die Schlosskirche mit ihrer hervorragenden Akustik bildet während der Saison den stimmungsvollen Rahmen für die Konzertreihe "Museumsmusik".
Über eine Wendeltreppe ist über die Schlosskirche und deren Empore der Obervogteisaal zu erreichen. Hier werden saisonal wechselnde Ausstellungen gezeigt.
Sonderausstellung des Heimat- und Altertumsvereins: "Alte Heimat, neue Heimat? 2000 Jahre Zuwanderung nach Heidenheim"
Heidenheim hat keine Zuwanderungsgeschichte – es ist das Resultat ständiger Zuwanderung. Die begann vor fast zwei Jahrtausenden, als „römische“ Soldaten aus vielen Gebieten des Römischen Weltreichs hierher kamen, um den Limes zu bewachen; und sie wird mit den Flüchtlingen aus der Ukraine nicht enden.
Die Ausstellung im ehemaligen herzoglichen Leibstall will daran erinnern, wer sich so alles im Laufe der letzten zwei Jahrtausende hier niederließ und weshalb die Menschen kamen: Jedes Exponat erzählt eine eigene Geschichte dazu – eine manchmal berührende, oft auch beeindruckende oder gar haarsträubende Geschichte. Auch will die Ausstellung die Frage klären, ob, und wenn ja, wann die Zuwanderer hier in Heidenheim zu Einheimischen wurden.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen des Heimat- und Altertumsvereins finden Sie hier.
Rasender Stillstand - Von der Entwicklung der Zeit
Vom 18. Juni bis zum 1. November 2026 findet die Sonderausstellung "Rasender Stillstand" zusammen mit der "Spielzeit" von Kinder und Kunst im Museum Schloss Hellenstein statt.
Die Ausstellung im Obervogteisaal im Schloss Hellenstein zeigt am Beispiel einzelner Zeitmesser die menschlichen Bemühungen, möglichst präzise Messapparate zum Bestimmen von zeitlichen Verläufen zu entwickeln.
Ziel der Schau ist es dabei nicht, die Entwicklung von Uhren nachzuzeichnen, sondern beispielhaft einschneidende Entwicklungen in der Darstellung und damit einhergehend auch mit dem Verständnis von Zeit zu illustrieren. Das Spektrum reicht von frühen Bemühungen der Sortierung von Naturerscheinungen, über Messungen mit Sand, Sonne und Feuer hin zur Stechuhr als Symbol der Normierung von Zeit und Arbeitskraft und reicht bis zum Smartphone mit seiner globalen Dauergegenwart.
Ein Blick auf alternative Zeitformen und skurrile Anekdoten zeigen, dass Zeit relativ ist, immer menschengemacht und mitunter störanfällig.
Ein Blick in die Vergangenheit lohnt, denn man kann durchaus sagen, dass die Geschichte der Zeitmessung so alt wie die der Menschheit selbst ist. Schon viele alte Zivilisationen versuchten Parameter für Zeiteinheiten zu definieren.
Im Wesentlichen beschränkten sich frühe Formen der Zeitmessung auf zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Hierzu gehört auf der einen Seite die Beobachtung von Himmelskörpern oder wiederkehrenden Naturerscheinungen. Diese führten zu unterschiedlich gestalteten Kalendern, Sonnenuhren sowie Megalithanordnungen, wie etwa Stonehenge.
Diesen auf dauerhafte und langfristige Planungen angelegten Beobachtungen stehen auf der anderen Seite Versuche gegenüber, die eine bestimmte Zeitspanne messen sollen. Das Fließen von Wasser, Räucherstäbchen, Gebete oder das Verrinnen von Sand sollten möglichst präzise, gleichbleibende Maßeinheiten schaffen.
Kurator: Marco Hompes
Veranstaltungen
Kontakt
Telefon: 07321 275896 (während der Öffnungszeiten)
