Schloss Hellenstein im Sommer. Foto: Oliver Vogel

„Schule trifft Rathaus“: Heidenheimer Jugendliche erleben kommunale Politik hautnah

Unter dem Motto „Schule trifft Rathaus“ haben im Treff 9 Jugend- und Kulturzentrum in Heidenheim aktuell vier Aktionstage zum Thema politische Bildung stattgefunden.

OB Michael Salomo (rechts) und Carolin Schmid (Mitte) sind passend zu den Aktionstagen zum Thema Jugend und Politik im aktuellen Info-Video der Stadt Heidenheim zu sehen. Foto: Stadt Heidenheim
OB Michael Salomo (rechts) und Carolin Schmid (Mitte) sind passend zu den Aktionstagen zum Thema Jugend und Politik im aktuellen Info-Video der Stadt Heidenheim zu sehen. Foto: Stadt Heidenheim

Mit abwechslungsreichen Methoden wurde das Thema Kommunalpolitik greifbar und erlebbar gemacht. Im Verlauf der Tage sammelten die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen für ihre Stadt und diskutierten diese anschließend mit Oberbürgermeister Michael Salomo. Dabei erhielten sie Einblicke in Entscheidungsprozesse und lernten konkrete Beteiligungsformate kennen, zum Beispiel „Hackthehood“ als Onlinebeteiligungsformat, die tägliche Möglichkeit, sich mit den Fachkräften der Jugend- und Schulsozialarbeit über Ideen und Bedarfe auszutauschen oder aber wiederkehrende Aktionsangebote wie „Pizza und Politik“ vor den Wahlen. „Euch in Entscheidungsprozesse einzubeziehen, ist nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern auch Grundlage für die langfristige Erhaltung unserer demokratischen Strukturen“, erklärte OB Michael Salomo vor den Schülerinnen und Schülern. 

Viele Jugendliche kennen politische Abläufe auf Landes- oder Bundesebene, doch die unmittelbaren Gestaltungsmöglichkeiten vor Ort geraten oft in den Hintergrund. Genau hier setzen die Aktionstage an, denn sie knüpfen an Inhalte des Bildungsplans an und zeigen Wege auf, wie junge Menschen ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Bei zwei der vier Aktionstagen baute das Team das Planspiel "Community" ein, welches von der Hochschule Kehl entwickelt wurde. Jugendliche erleben dabei, wie kommunale Politik funktioniert. Sie übernehmen die Rollen von Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, vertreten unterschiedliche Interessen und beraten über eine realitätsnahe Fragestellung aus dem Alltag einer Kommune. Zum Abschluss präsentieren sie ihre Ergebnisse in einer simulierten Gemeinderatssitzung und erfahren dabei unmittelbar, wie demokratische Entscheidungen entstehen und welche Verantwortung mit politischer Teilhabe verbunden ist.

Das städtische Jugendreferat hat die Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung geplant und die Schulen eingeladen. Durchgeführt wurde das Format von einem jungen Team aus Expertinnen und Experten der Landeszentrale, Außenstelle Ludwigsburg. Mit dabei waren erneut Schülerinnen und Schüler des Hellenstein-Gymnasiums. Erstmalig nahmen auch Jugendliche der Eugen-Gaus-Realschule teil. Für das kommende Jahr werden wieder vier Termine "Schule trifft Rathaus" veranstaltet. Anfragen für nächstes Frühjahr nimmt das Städtische Jugendreferat gerne entgegen.

Die Veranstaltungen machen laut OB Salomo deutlich, wie sehr kommunalpolitische Entscheidungen den Alltag junger Menschen beeinflussen und wie wichtig es ist, diese Zusammenhänge früh zu vermitteln. „Umso schöner ist es, dass sich OB Michael Salomo für alle Termine Zeit genommen hat, um sich mit den jungen Bürgerinnen und Bürgern über ihre Wünsche und Rückfragen auszutauschen“, sagt Carolin Schmid, Jugendreferentin der Stadt Heidenheim. Politische Bildung lebt davon, dass junge Menschen erfahren, wie und wo ihre Stimme zählt. Heidenheim setzt mit „Schule trifft Rathaus“ ein klares Zeichen für Beteiligung und demokratische Teilhabe.

OB Michael Salomo und Carolin Schmid sind passend zu den Aktionstagen zum Thema Jugend und Politik im aktuellen Info-Video der Stadt Heidenheim zu sehen. Im „Rathaus-Studio“ sprechen die beiden im Interview mit Social-Media-Manager Christoph Steeger über die aktuellen Projekte der Heidenheimer Jugendarbeit.

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22. April 2026 - 01:27 Uhr

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