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Zensus 2022 in Heidenheim beginnt

Im Jahr 2022 findet in Deutschland wieder ein Zensus statt und auch innerhalb der Stadtverwaltung Heidenheim bereiten sich in der neu eingerichteten Erhebungsstelle die Zensusbeauftragten Susanne Hartmann und Tülin Özcan unter Leitung von Thomas Pade auf die Volkszählung vor.

Susanne Hartmann (von links), Tülin Özcan und Thomas Pade koordinieren als Zensusbeauftragte den Zensus 2022 in Heidenheim. Foto: Stadtverwaltung Heidenheim
Susanne Hartmann (von links), Tülin Özcan und Thomas Pade koordinieren als Zensusbeauftragte den Zensus 2022 in Heidenheim. Foto: Stadtverwaltung Heidenheim

Mittels statistischer Erhebung wird ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und arbeiten – alles anonymisiert und ohne Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ermöglichen. Alle erhobenen Informationen werden unter strengen Datenschutzvorgaben in einem eigens abgeschotteten Bereich innerhalb des Rathauses zusammen getragen.

Die Zensusbeauftragten in der Stadt Heidenheim erhalten derzeit Daten, die sie überarbeiten und teilweise auch mit Vorortbegehungen kontrollieren müssen. Insbesondere die Großanschriften – darunter fallen unter anderem Hochhäuser, Wohnheime und Gemeinschaftsunterkünfte – müssen sie vorab in Augenschein nehmen und planen, wie sie die Arbeit für ca. 40  Erhebungsbeauftragte von Mai 2022 an koordinieren. Die Zensusbeauftragten haben Dienstausweise, mit denen sie sich ausweisen und legitimieren können.

Daten sind anonymisiert

Der Zensus 2022 ermöglicht die Erhebung weiterer Merkmale, die nicht oder nicht hinreichend verlässlich bekannt sind. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, bei der die Mehrheit der Bevölkerung keine Auskunft leisten muss. Stattdessen werden die Adressen von ca. acht Prozent zufällig ausgewählten und zu befragenden Einwohner*innen von Heidenheim an die Zensus Erhebungsstelle im Rathaus übermittelt. Allerdings ist es möglich, dass einzelne Personen oder ganze Familien umgezogen sind und sich in Heidenheim noch nicht an- oder abgemeldet haben. In diesen Fällen sind die Melderegister fehlerhaft. Um solche Ungenauigkeiten herauszufinden, befragen die Erhebungsbeauftragten die ausgewählten Personen in einem kurzen Interview.

Diese Stichprobenbefragung ist außerdem notwendig um Daten zu erheben, die nicht in den Registern vorliegen, wie beispielsweise Angaben zu Bildung und Ausbildung oder zur Erwerbstätigkeit. Diese zusätzlichen Daten können die betroffenen Auskunftspflichtigen selbstständig mit einem Onlinefragebogen erfassen.

Alle ermittelten Daten werden ausschließlich anonymisiert statistisch ausgewertet. Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über die individuellen Lebensverhältnisse oder Einstellungen der Einwohner*innen zu erfahren.

Die gesetzlichen Grundlagen bilden eine EU-Verordnung sowie verschiedene Bundes- und Landesgesetze.  Die Ergebnisse des Zensus werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2023 vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht und stehen allen Interessierten zur Verfügung.

(Erstellt am 17. November 2021)

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