Schloss Hellenstein im Sommer. Foto: Oliver Vogel

Zensus 2022: Heidenheims amtliche Einwohnerzahl wird neu festgestellt

Von Mitte Mai bis Mitte August werden die Einwohner*innen Heidenheims für den Zensus 2022 befragt. 

OB Michael Salomo begrüßt die Erhebungsbeauftragten
OB Michael Salomo begrüßt die Erhebungsbeauftragten für den Zensus 2022 in Heidenheim. Foto: Stadt Heidenheim

Der Zensus findet alle zehn Jahre gleichzeitig in allen deutschen Städten und Gemeinden statt. In Deutschland ist der Zensus 2022 eine registergestützte Bevölkerungszählung, die über Stichproben ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Grundlage hierfür sind die Einwohnermelderegister. 

 „Auf Basis der Bevölkerungszahlen aus dem Zensus werden unter anderem der Länderfinanzausgleich, die Berechnungen für EU-Fördermittel und die Verteilung von Steuermitteln ermittelt. Das Ergebnis hat also auch deutliche Auswirkungen auf unsere Stadt und die Finanzmittel, die uns künftig zur Verfügung stehen. Deshalb bitte ich alle jene, die befragt werden, teilzunehmen“, sagt Oberbürgermeister Michael Salomo.


„Wir führen im Auftrag des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg eine Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis durch“, erklärt Thomas Pade, Leiter der städtischen Zensus-Erhebungsstelle. Damit sollen Über- oder Untererfassungen erkannt und wichtige sozio-demographische Merkmale erhoben werden – dazu zählen beispielsweise Bildungsabschlüsse. Die befragten Personen – etwa zehn Prozent der Bevölkerung - sind zufällig ausgewählt. Über die Befragung werden Ungenauigkeiten in den Melderegistern bereinigt. Für die ausgewählten zu befragenden Personen besteht beim Zensus eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Die Befragung vor Ort wird nur wenige Minuten in Anspruch nehmen. Die Auskunftspersonen erhalten beim Interview einen Onlinecode und können danach eigenständig weitere Angaben eintragen. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Befragung mit Hilfe eines Papierfragebogens vorzunehmen.

Um die Befragungen persönlich vor Ort und damit mit möglichst wenig Aufwand für die Befragten vorzunehmen, werden in Heidenheim 39 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte in den Stadtteilen unterwegs sein. Die einzelnen Beauftragten werden im Schnitt etwa 130 Befragungen vornehmen. Die Befragungen können mit genügend Abstand an der Tür oder im Flur erfolgen. Somit ist ein Betreten der Wohnung oder des Hauses der Auskunftsperson durch die Zensus-Interviewerin oder den Interviewer nicht notwendig. 

Die Erhebungsbeauftragten sind für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit von der Zensus-Erhebungsstelle sorgfältig ausgewählt worden, umfassend geschult und auf Verschwiegenheit verpflichtet. Sie künden den Befragungstermin im Vorfeld postalisch an und können ihren ehrenamtlichen Einsatz bei den Auskunftspersonen mit einem offiziellen Ausweis belegen.

Zusätzlich gibt es eine Erhebung an allen Anschriften mit Sonderbereichen sowie eine Gebäude- und Wohnungszählung bei allen Eigentümerinnen und Eigentümern. Zu den Sonderbereichen zählen beispielsweise Wohnheime für Studierende und Gemeinschaftsunterkünfte wie Altenheime. Die Zensusdaten unterliegen der Geheimhaltung und werden ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Durch das sogenannte Rückspielverbot ist es gesetzlich untersagt, dass die gewonnenen Zensus-Befragungsdaten an andere Behörden weitergegeben werden.

Die Zensus-Erhebungsstelle Heidenheim ist für Rückfragen per Mail an zensus@heidenheim.de oder unter der Telefonnummer 07321 327-1999 erreichbar. 
Weitere Informationen zum Zensus finden Sie auch auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes oder auf Twitter.

(Erstellt am 28. April 2022)

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