Schloss Hellenstein im Sommer. Foto: Oliver Vogel

Smart City

Projektwerkstätten erarbeiten Visionen und Ziele

Der PolitikRAT spricht sich unter anderem für wohnortnahe Nahversorgung und eine CO2-Reduzierung aus. Foto: Stadt Heidenheim
Der PolitikRAT spricht sich unter anderem für wohnortnahe Nahversorgung und eine CO2-Reduzierung aus. Foto: Stadt Heidenheim

„Durch die Digitalisierung soll unser Leben einfacher, sicherer und nachhaltiger werden, die Region Aalen-Heidenheim gestärkt zusammenwachsen und damit zum Vorbild für andere werden“. Das ist eine formulierte Vision von Bürgerinnen und Bürgern, die in verschiedenen Beteiligungsveranstaltungen ihre Vorstellungen zur Smart City zum Ausdruck bringen. „Wenn digitale Anwendungen unseren Alltag erleichtern sollen, dann brauchen wir die Menschen unserer Stadt, die uns dafür aus ihrer Sicht Beispiele nennen“, sagt Oberbürgermeister Michael Salomo, der sich über das große Interesse an den Veranstaltungen freut.

Nach der gemeinsamen Auftaktveranstaltung mit Aalen hat die Smart City Managerin der Stadt, Pia Wehling, zu vier Projektwerkstätten eingeladen, in dem zielgruppenorientiert jeweils Visionen, Ziele, Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen für eine smarte Stadt erarbeitet werden. Politische Vertretungen von Land, Landkreis, Stadt und Ortschaften sprachen sich im „PolitikRAT“ beispielsweise für wohnortnahe Nahversorgung, CO2-Reduzierung, Datenhoheit, digitale Verwaltung und eine intelligente Verkehrssteuerung aus. Eine interdisziplinär besetzte Gruppe aus der Verwaltung favorisierte einen „digitalen Zwilling“ von der Stadt, eine ganzheitliche Digitalisierung aller Verwaltungsdienstleistungen, Sensortechnik für mehr Sicherheit und Sauberkeit, Mobilität und Umweltqualität (Lärm, Luftreinheit, Grünflächen). Im „BürgerRat“ trafen sich IT-Fachleute, Senioren, Lehrkräfte und Menschen in Führungsverantwortung, um die Notwendigkeit von Echtzeitdaten für die nachhaltige Nutzung verschiedener Mobilitätsformen festzustellen. Eine zentrale öffentliche „Digitalwand“, um aktuell alle wichtigen Veranstaltungen und Dienstleistungen abzurufen. (Eine zentrale öffentliche „Digitalwand“ soll es möglich machen alle aktuell wichtigen Veranstaltungen und Dienstleistungen abzurufen.) Ressourceneffizienz, Bildung und Gesundheit sollen mit digitalen Anwendungen gestärkt und zukunftsfähig werden. Auch hier war das digitale Rathaus ein Anliegen.

Konkreten Handlungsbedarf formulieren alle Gruppen für die Mobilität, die Bildung, die Gesundheit, die Sicherheit, das Energiemanagement, die Logistik und den Transport, die CO2Reduzierung, die Freizeit und die Datenhoheit. Wenn alle Gruppen getagt haben, kümmert sich eine Fokusgruppe aus Botschaftern aller Räte um die Zusammenführung der Ergebnisse, die dann in ein Digitales Stadtentwicklungskonzept münden. Konkrete Maßnahmen bilden dann den Fahrplan für die Smart City-Strategie, die mit den Fördergeldern des Bundes bis 2027 für Aalen und Heidenheim umgesetzt werden sollen. Im Herbst 2022 wird die digitale Agenda dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt.

Am Dienstag, 17. Mai, tagt der ExpertenRAT, eine Mischung aus Experten der Wirtschaft, der Wissenschaft sowie verschiedener Vertretungen von Organisationen und Institutionen. Eine Anmeldung ist noch möglich unter smartcity@heidenheim.de.

Hintergrundinfo: Als eines von 12 interkommunalen Modellprojekten bewilligte der Bund den gemeinsamen Antrag von Aalen und Heidenheim #AalenHeidenheimGemeinsamDigital mit einer Förderung von 17,5 Millionen Euro. Der Eigenanteil liegt bei 35 Prozent. Das Projekt läuft in der Strategiephase bis 2022 und in der Umsetzungsphase bis 2027. In der Strategiephase ist unter anderem ein digitales Stadtentwicklungskonzept zu erarbeiten, das die Erhöhung der Lebens- und Servicequalität in den Blick nimmt, um die attraktive, innovative und moderne Stadt der Zukunft zu gestalten. Infos: www.aahdhgemeinsamdigital.de

Kontakt

Stadtverwaltung Heidenheim
Grabenstraße 15
89522 Heidenheim an der Brenz
Fax (0 73 21) 3 27-10 11