Neuer attraktiver Stadtteil auf dem Schlossberg

Auch nach dem Erwerb der Voith-Arena durch den 1. FC Heidenheim ist die Stadt Heidenheim aktiv in der weiteren baulichen Entwicklung auf dem Schlossberg. Nach einer Machbarkeitsstudie – beauftragt vom FCH – wird nun gemeinsam geprüft, was umsetzbar ist und wie die Dinge realisiert werden können.

Dem FCH ist es wichtig, sportlich attraktiv zu sein, sich wirtschaftlich weiter zu entwickeln und – für alle Fälle – auch eine mögliche Lizenzierung für die erste Fußballbundesliga zu erreichen. Für die Stadt Heidenheim ist die Einbindung in die Stadtentwicklung wichtig. Dabei geht es auch um die Themen Mobilität und Erschließung. Darum hat sich die Stadt an der Studie mit 30.000 Euro beteiligt.

Aktuell fasst die Voith-Arena 15.000 Plätze. Die Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass das Stadion aus verkehrlichen Gründen auf maximal 23.000 Zuschauer ausgebaut werden kann. Generell gilt, dass die Mobilitätskonzepte der Zukunft den Fuß- und Radverkehr sowie den Öffentlichen Personennahverkehr in den Vordergrund stellen. Dennoch muss auch etwas für den Individualverkehr getan werden, besonders, was das Parken betrifft. Das gilt nicht nur für die Heimspieltage des FCH. Auch die Leitung des Klinikums sieht Bedarf. Und wenn im Sommer mehrere Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden, sind Parkplätze Mangelware und der Verkehr kann für eine gewisse Zeit problematisch werden.

Konkrete Planungen werden erst noch erstellt. Denkbar aber sind Parkdecks an der Kreuzung Schlosshaustraße / Katzental mit einer Fußgängerbrücke über die Schlosshaustraße und damit direktem Fußweg zum Stadion des FCH. Die Verbesserung des Busshuttle-Angebots, besonders beim Thema Ankunft und Abfahrt, wäre eine weitere notwendige Maßnahme im Zuge der Sitzplatzerweiterung. Schließlich dürfen zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten nicht fehlen.

Derzeit arbeitet die Stadt Heidenheim an einem neuen Verkehrsentwicklungsplan, der unter anderem auch den Verkehr auf dem Schlossberg im Blick hat. Neu ist, dass in diesem Plan auch eine mögliche Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Schlossberg mit einer Aufstiegshilfe geprüft wird. Allein für die Heimspieltage des FCH würde sich eine solche Verbindung nicht lohnen. Aber für den Alltagsverkehr könnte ein solches alternatives Verkehrsmittel durchaus interessant sein. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich auch auf dem Gelände des Klinikums in den nächsten Jahren einiges verändern wird.

Die Bauten der Schwesternwohnheime zu sanieren, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Auch die Lebensumstände der Krankenhausmitarbeiter haben sich im Vergleich zur Entstehungszeit dieser Wohnanlage drastisch verändert. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, ein neues, attraktives Wohngebiet an dieser Stelle zu entwickeln. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Klinikum will man nutzen, um spezielle (Wohn-)Angebote zu machen, die von den medizinischen Möglichkeiten des Klinikums profitieren. Denkbar sind auch Rehabilitationseinrichtungen. Und hier kommt wieder der FCH ins Spiel: auch beim Verein ist Rehabilitation wichtig. Außer beim Parken gibt es also mindestens noch eine weitere Möglichkeit für Klinikum und FCH, zusammenzuarbeiten.

Die Planungsprozesse sind noch auf dem Weg. Nicht zuletzt müssen für all das die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden.

(23. Januar 2020)

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