Millionenzuschuss zur weiteren Sanierung der Karl-Rau-Halle

Bereits 2018 hatte die Stadt Heidenheim sich in einem aufwändigen Verfahren beworben auf einen Zuschuss aus dem „Bundesprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen im Sport“.

Millionenzuschuss für Karl-Rau-Halle
Millionenzuschuss zur weiteren Sanierung der Karl-Rau-Halle

Im ersten Durchgang war der Erfolg ausgeblieben; mit dem Nachtrag zum Bundeshaushalt 2020 am 12. August 2020 wurden dann erneut Mittel für das Programm zur Verfügung gestellt. Die Stadtverwaltung Heidenheim hatte sofort am 13. August die Interessensbekundung erneuert und nun kam die gute Nachricht, dass bei einem Gesamtvolumen von rund 6,8 Millionen Euro ein Zuschuss von bis zu 3,015 Millionen Euro gewährt wird.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg reagiert auf diese Nachricht erleichtert: „Heidenheim versteht sich auch als Sport-Stadt und ist dankbar für jede Förderung, die hilft, die Sanierung der Sportstätten zu unterstützen. Die Karl-Rau-Halle ist aktuell das Sorgenkind unter den Sporthallen in Heidenheim und besetzt in der Sportentwicklungsplanung der Stadt einen wichtigen Posten. Ein besonderer Dank gilt den beiden Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Aalen-Heidenheim Leni Breymaier und Roderich Kiesewetter, die sich für unser Anliegen eingesetzt haben.“

Die Sanierung der Karl-Rau-Halle hat im letzten Jahr mit Hilfe eines Zuschusses des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 600.000 Euro bereits begonnen: Die Erneuerung des Hallenbodens und der Deckenbeleuchtung stehen kurz vor dem Abschluss. Der weitere Sanierungsplan sieht unter anderem folgende Arbeiten vor: Austausch der Glasbausteine gegen Fensterelemente, Neueinbau von Sonnenschutztechnik, Erneuerung und Aktualisierung der Brandschutzmaßnahmen, Erneuerung der Schließanlage, Erneuerung der Haustechnik und der Dämmung, Erreichen von Barrierefreiheit durch Einbau eines Aufzugs im Zuschauerbereich und anderen Maßnahmen, Erneuerung des Sanitärbereiches.

Durch die neue finanzielle Situation müssen nun die einzelnen Maßnahmen neu bewertet und die Planungen entsprechend angepasst werden. In welcher Art der Landeszuschuss und der Zuschuss aus dem Bundesprogramm „verrechnet“ werden können, kann erst nach Vorlage des Bewilligungsbescheids geklärt werden, der in den kommenden Tagen erwartet wird.

Nach der Sportentwicklungsplanung im Jahr 2008 ist es der Stadt Heidenheim mit den Heidenheimer Sportvereinen als jeweiligen Partnern gelungen, die Sportinfrastruktur auf beispielhafte Weise zu erneuern. Insgesamt wurden 54,8 Millionen Euro investiert, davon 24,9 Millionen Euro von den Vereinen. Die Sanierung der Karl-Rau-Halle ist die letzte größere noch offene Maßnahme. Mit ihrer Besonderheit, dass quasi drei Sporthallen (Dreiteilbare Haupthalle, Turnhalle im Untergeschoss, Halle für Schulsport und Leichtathletik) in einem Gebäude untergebracht sind, stellt sie für die Koordination der Sanierungsmaßnahmen eine außerordentliche Herausforderung dar. Zudem hat sich die Karl-Rau-Halle mit ihrem überdurchschnittlichen Raumangebot als Dreh- und Angelpunkt der Ganztagesbetreuung für die benachbarten Schulen entwickelt. Der Bedarf für den Vereinssport (Handball, Leichtathletik, Turnen, Rhythmische Sportgymnastik) ist unumstritten.

Die Stadtverwaltung bemüht sich aktuell bereits um weitere Förderungen. So sollen, wie Oberbürgermeister Bernhard Ilg ergänzt, mit Hilfe eines erweiterten Landesprogrammes Gelder in das Lehrschwimmbecken Schnaitheim fließen. Auch die Bühlturnhalle und die Sporthalle der Ostschule sind für die Förderung angemeldet. Die gesamten Baukosten werden mit 1,4 Millionen Euro angegeben.

(11. September 2020)

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