DOCK 33 produziert Gesichtsvisiere gegen Coronavirus

Die bundesweite Initiative Maker vs. Virus hat sich in den vergangenen zwei Wochen organisiert, um Gesichtsvisiere für Ärzte und Pflegepersonal herzustellen. Auch im Landkreis Heidenheim wollen Unternehmen helfen. Das Kreismedienzentrum und das DOCK 33-Coworking Space Heidenheim haben eine gemeinsame Sammel-, Produktions- und Verteilstelle eingerichtet, um Gesichtsvisiere für den medizinischen Gebrauch herzustellen.

Der 3D-Drucker im Einsatz.

Bisher konnten über 350 Visiere gefertigt und an Praxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen verteilt werden. Momentan sind noch etwa 300 Visiere auf Lager, diese können zum Preis von vier Euro unter join@dock-33.de bestellt werden. Ausgegeben werden die Visiere speziell an systemrelevante Berufe.

Mit dem Engagement von über 6.500 Helferinnen und Helfern können bundesweit täglich 10.000 Schilder im 3D-Druckverfahren produziert werden. Mit dieser Initiative sollen Lieferengpässe und Entwicklungszeiten der industriellen Herstellung überbrückt werden. Dabei gilt die Devise, aus der Not Anderer keinen Gewinn zu schlagen. Deshalb werden die Schilder zum Selbstkostenpreis, welcher unter fünf Euro pro Visier liegt, verkauft.

Natürlich sei die junge Coworking-Infrastruktur des DOCK 33 ebenfalls von der Corona-Krise betroffen, so der Geschäftsführer Johannes Schenck. „Wir stehen gerade am Anfang und hatten uns für das erste Halbjahr viel vorgenommen. Mieter konnten das DOCK 33 die vergangenen Wochen nur sehr eingeschränkt nutzen. Aber die Herausforderung nehmen wir an. In unserer innovativen Infrastruktur, die von ständigen Veränderungen lebt, sei es im technischen als auch im gesellschaftlichen Bereich. Kreativität fördert oft Gutes. So wurden kurzer Hand die freien Räumlichkeiten für die Visierproduktion umfunktioniert“. Communitymanager Jörg Saur: „Es ist faszinierend mit welchem Engagement sich die Maker regional und überregional in kürzester Zeit organisiert und vernetzt haben, um Personen in Pflegeberufen zu unterstützen und somit der ganzen Gesellschaft zu helfen“.

Johannes Schenck ist sich sicher: „Jetzt haben wir die Chance unsere Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Dass wir nach der Krise nicht nur Anlaufstelle für Gründer, sondern auch für etablierte Unternehmen sein können, die in einem innovativen und technisch bestens ausgestatteten Arbeitsumfeld kreative Ideen umsetzen können, daran arbeitet das DOCK 33 zudem im Hintergrund. Wesentliche Herausforderung ist es, eine aktive Gründer- und Start-Up Szene in Heidenheim aufzubauen, dafür können wir derzeit ebenfalls Konzepte erarbeiten“.

Das fertige Visier.
(04. Mai 2020)

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