Schloss Hellenstein im Sommer. Foto: Oliver Vogel

Ausstellung zum Kinderschutzprojekt "Echt Klasse" eröffnet

Oberbürgermeister Michael Salomo hat am Freitag vergangene Woche im Schulverbund Heckental die Ausstellung zum Kinderschutzprojekt "Echt Klasse" in Heidenheim eröffnet. Bis zum 3. Juni wandert das Projekt durch die Grundschulen im Stadtgebiet Heidenheim in Verantwortung der jeweiligen Schulsozialarbeit. Das Projekt dient außerhalb des Unterrichts zur Prävention und unterstützt die Schüler*innen in der Ich-Stärkung und dem Schutz vor Missbrauch.

Oberbürgermeister Michael Salomo besuchte zum Start des Projekts in Heidenheim am Schulverbund Heckental den Parcours und beobachtete, wie Schülerinnen und Schüler sich damit auseinandersetzen.
Oberbürgermeister Michael Salomo besuchte zum Start des Projekts in Heidenheim am Schulverbund Heckental den Parcours und beobachtete, wie Schülerinnen und Schüler sich damit auseinandersetzen.

„Prävention ist immer sinnvoll. Es ist sehr wichtig, dass Kinder für Gefahren sensibilisiert und in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden. Danke an alle, die dieses Projekt ermöglichen – besonders an die engagierten Fachkräfte, die die Kinder begleiten und betreuen“, sagte Oberbürgermeister Michael Salomo.

An der Eröffnung teilgenommen hat auch Barbara Ilg, Schirmherrin der Aktion Schneeflocke. Die Aktion fördert das Projekt mit 2300 Euro. Kathrin Schulthess, Vorstandsvorsitzende des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm e.V. war ebenfalls zugegen. Der Verein hat das Ausstellungsmaterial erstmals außerhalb der Städte Ulm und Neu-Ulm verliehen. 

Die Ausstellung stärkt die Schüler*innen in ihren Kompetenzen und in der Wahrnehmung ihrer Rechte. In einem Mitmach-Parcours durchlaufen die Kinder die Stationen und informieren sich in kindgerechter, spielerischer Form über Gefahren. Sie lernen dabei, dass sie allein über ihren Körper bestimmen; dass sie „Nein“ sagen sollen, wenn sie sich etwa bei Berührungen unwohl fühlen; und dass sie sich jederzeit Hilfe holen können – selbst wenn sie anderes versprochen haben. Das Erleben und Ausprobieren der interaktiven Stationen steht hier im Vordergrund, anschließend wird mit diesem Anstoß durch Reflexion und Einüben das Erlebte in die Klassengemeinschaft übertragen. Der Inhalt wurde bereits vorab auch auf Elternabenden thematisiert.

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Parcours Kompetenzen und die Wahrnehmung ihrer Rechte auf eine spielerische, kindgerechte Art und Weise.
Die Schülerinnen und Schüler lernen im Parcours Kompetenzen und die Wahrnehmung ihrer Rechte auf eine spielerische, kindgerechte Art und Weise. 

Die Projektkoordination liegt beim Jugendreferat der Stadt Heidenheim, für die Umsetzung in der Praxis kooperieren die Schulsozialarbeit und die Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt des Landkreises Heidenheim. Das Material des Kinderschutzbundes Ulm/Neu-Ulm verbleibt jeweils drei Tage an einer Grundschule in Heidenheim, somit werden allen 800 Schüler*innen der Klassen 3 und 4 erreicht.

Der bundesweit agierende Verein Petze e.V. aus Kiel, ein Verein für Präventionsarbeit gegen sexualisierte Gewalt und sexuellen Missbrauch, hat das Konzept entwickelt. Vorrangiges Ziel ist die Stärkung der Heranwachsenden in der Ich-Entwicklung und die Begleitung der damit verbundenen Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Gleichaltrigen sowie Erziehungsberechtigten und mit anderen Erwachsenen.

Kontakt

Stadtverwaltung Heidenheim
Grabenstraße 15
89522 Heidenheim an der Brenz
Fax (0 73 21) 3 27-10 11