Der Biergarten wartet

Viele Gäste und vor allem die Wirte haben wochenlang geduldig ausgeharrt und nun ist der Beschluss der Landesregierung da, die Gastronomie darf den Betrieb ab dem 18. Mai 2020 wieder aufnehmen. Laut der Corona Verordnung dürfen Gaststätten im Außen – und Innenbereich, Biergärten, Cafés und Eisdielen wieder öffnen. Weiterhin geschlossen bleiben Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen.

„Für die Heidenheimer Gastronomen freut es mich sehr, dass die Zeit von Umsatzeinbruch und –ausfall nach acht Wochen zu Ende geht. Wenn auch klar ist, dass dies erst der Anfang sein kann. Die Betriebe brauchen die Unterstützung aus Bund und Land. Wir als Kommune werden keine Steine in den Weg legen, um aus der Krise herauszufinden. Die Wirte sind auf die Mithilfe und Kooperation der Gäste angewiesen, dass diese auch alle Maßnahmen in den Lokalen einhalten. Wer nicht gesund ist, soll zuhause bleiben und bei Reservierungen müssen im Vorfeld die Kontaktbeschränkungen in Erinnerung gerufen werden. Im Moment können Freunde aus mehreren Haushalten eben noch nicht zusammen zum Essen gehen. Familien aus einem oder zwei Haushalten eben schon. Die Kreativität, die viele der Gastronomen in den vergangenen Wochen bei Lieferservices, To-Go-Angeboten oder Care Päckle an den Tag gelegt haben, ist ein Gütezeichen für die Heidenheimer Wirtelandschaft“, so Oberbürgermeister Bernhard Ilg.

Evelyn Scherff, 1. Vorsitzende der Kreisstelle der Dehoga und Inhaberin des Pfauen in Heidenheim sagt klar: „Wir müssen nun sehen, wie sich die Umsetzung der Maßnahmen durch die Corona Verordnung in der Praxis darstellen. Wir freuen uns auf unsere Gäste, keine Frage. Aber die Einschränkungen, die durch die Kontaktbeschränkung bis zum 5. Juni 2020 gelten, stellen unsere Betriebe vor erhebliche Schwierigkeiten und bringen hohe Verunsicherung in den Betrieben und bei den Gästen mit sich. Auch die Umsätze in den ersten Wochen werden auf Grund der Beschränkungen wesentlich geringer ausfallen. Land und Bund müssen helfen, um diese Zeit zu überstehen, denn die gesamte Gastronomie wird unter dem aktuell herrschenden Konsumschwund leiden. Es wird ein existenzielles Jahr für die Betriebe der Gastronomie und der Hotelerie werden. Und ab wann sich die Öffnung der Gaststätten finanziell für den einzelnen Betrieb lohnen wird, bleibt abzuwarten“.

Die Gastronomie muss sich bei der Öffnung an die engen Bestimmungen der Corona Verordnung halten. Dabei werden Tische und Plätze so gestaltet, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Dies gilt auch für die Verkehrswege im Gasthaus und zu sanitären Einrichtungen. Zudem sollen Beschilderungen vor der Gaststätte dem Besucher die geltenden Abstandregelungen, Hygienemaßnahmen und Reservierungsmöglichkeiten prägnant und übersichtlich dargestellt platziert werden. Gäste werden an die entsprechenden Tische platziert. Eine freie Platzwahl findet nicht statt. Die Gäste dürfen sich nicht wundern, wenn der Gastwirt Daten, wie dem vollständigen Namen, den Tag und die Uhrzeit des Besuchs sowie die Kontaktdaten – eMail oder Telefonnummer – erhebt. Dies dient nur der Kontaktnachverfolgung im Falle eines Infektionsfalls und geschieht mit dem Einverständnis des Gastes. Die Daten werden nach vier Wochen gelöscht.

Der Gast wird von weiteren Maßnahmen wenig mitbekommen. Der Gastronom muss die Hygienemaßnahmen umsetzen, dazu gehören auch die Desinfektion und die ausreichende Durchlüftung im Innenbereich. Kellner und Wirte tragen beim Kontakt mit Gästen einen Mund-Nasen-Schutz. Die Bezahlung soll nach Möglichkeit ohne Bargeld erfolgen.

(15. Mai 2020)

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