Schloss Hellenstein im Sommer

Beethoven-Rarität und griechischer Mythos mit Katharina Thalbach: 2 neue CDs mit der Cappella Aquileia

Die Aufnahmen der Cappella Aquileia unter ihrem Künstlerischen Leiter Marcus Bosch sorgen regelmäßig für Furore: Der Live-Mitschnitt Ernani aus der Reihe der frühen Verdi-Meisterwerke ist mehrfach preisgekrönt, war nominiert für den OPUS KLASSIK 2020 und stand wie auch das Album mit Beethovens Violinkonzert und Lena Neudauer auf der Longlist zum Deutschen Schallplattenpreis 2020. Die Veröffentlichung mit Beethovens Ruinen von Athen und anderen „Musiken für das Theater“ war in den Top-20-Klassik-Charts in Deutschland.

Kurz vor Weihnachten sind nun zwei weitere Live-Mitschnitte der Cappella Aquileia unter der Leitung von Marcus Bosch erschienen:
Eine wahre Rarität und dabei ein packendes „mit Musik vermischtes Melodram“ des Mozart-Zeitgenossen Georg Anton Benda ist Medea nach dem griechischen Mythos der grausamen Mutter Medea, die sich an ihrem Ex-Gatten Iason rächt… »Die herrlichste Wirkung« bescheinigte Mozart 1778 dem Melodram (1775) seines Komponistenkollegen. Tatsächlich entfaltet die Kombination gesprochener Texte mit dramatischer Musik hier eine hohe emotionale Intensität. Besonders dann, wenn eine so prägnante Stimme wie die der bekannten Schauspielerin Katharina Thalbach dem Text Leben einhaucht. Das schnelle, feingliedrige Wechselspiel von Text und Musik ermöglicht es, ein konfliktreiches und widerspruchsvolles Figuren-Psychogramm mit ungewöhnlicher Präsenz zu entwickeln. Marcus Bosch und die Cappella Aquileia begleiten mit gewohnt präzis-transparentem Klang diese Neuentdeckung klassischen Musiktheaters.

Erhältlich im Fachhandel, auf den bekannten Internetplattformen, bei Coviello Classics und im Opernfestspiele Onlineshop :


Ebenfalls mythisch ist der Stoff von Beethovens Festspielmusik zu König Stephan, ein Auftragswerk: Erzherzog Franz Josef Karl von Österreich spendierte der Stadt Pest ein neues Theater, um die Treue der Ungarn zur österreichischen Monarchie zu belohnen; passend wurde eine Musik über die Gründung des Ungarischen Reiches durch König Stephan I. beim berühmten Wiener Komponisten bestellt und 1812 im neuen Bau uraufgeführt. Der Text zu König Stephan stammt aus der Feder von August von Kotzebue und wäre ohne Beethovens Musik sicher längst vergessen: Das Pathos und die Heldenverklärung der Verse erschließt sich heute nicht mehr so recht. Einer Aufführung des Werkes sollte das keinen Abbruch tun. Als historisches Denkmal verstanden, ist König Stephan, zumal mit der für diese Aufführung erstellten behutsamen Textmodernisierung durch Kai Weßler, ein lohnendes Werk. Die CD wird ergänzt durch die drei Fassungen der Leonoren-Ouvertüre sowie der Fidelio-Ouvertüre.

Erhältlich im Fachhandel, auf den bekannten Internetplattformen, beim Label cpo und der Plattform jpc.de und im Opernfestspiele Onlineshop :

(Erstellt am 21. Dezember 2020)

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