Schloss Hellenstein im Sommer

Arbeiten im Baugebiet „Reutenen Süd“ beginnen

Oberbürgermeister Bernhard Ilg hat gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden Rudi Neidlein (SPD) und Petra Saretz (CDU) im Gemeinderat, Mitarbeitern der Verwaltung und Vertretern der Firma Leonhard Weiss am Dienstagmorgen die ersten Spatenstiche im neuen Baugebiet „Reutenen Süd“ gesetzt. Der Oberbürgermeister bezeichnete das zehnjährige Verfahren vom Plan bis zur Umsetzung als Marathonlauf, in dem nicht immer alles rund gelaufen sei. Die Bürokratie verlange mittlerweile viel ab, die Verfahren werden immer komplizierter, auch Widerstände aus der Bevölkerung kommen auf. Wichtig sei, die Kritik ernst zu nehmen und gemeinsam im Gespräch Lösungen zu suchen. „Wir als Kommune haben die Pflicht, auch für Bauplätze zu sorgen.“

Foto: Stadt Heidenheim

Mit dem Spatenstich hat die Erschließung des ersten Bauabschnitts mit 21 Bauplätzen begonnen. Der Gemeinderat hatte das am Donnerstag vergangene Woche mehrheitlich beschlossen. Die Vergabesumme beläuft sich auf 675 000 Euro. Ende des Jahres könnten die ersten Bauherren mit dem Bau auf den Parzellen beginnen.

Über den zweiten Bauabschnitt, der nach den Sommerferien beginnen soll und weitere 40 Bauplätze beinhaltet, wird der Gemeinderat noch entscheiden. Bis Herbst kommenden Jahres entstehen so in dem Wohngebiet 61 Bauplätze für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser. Auf einem weiteren Bauplatz ist ein Geschosswohnungsbau möglich mit bis zu 24 Wohnungen.
Gut zehn Jahre sind vergangen, seit Stadtverwaltung und Gemeinderat das Projekt angestoßen haben. Die Idee: Vor allem Familien in Heidenheim die Möglichkeit zu bieten, in ihrer Heimat bauen zu können oder modernen Wohnraum mieten zu können. Auf die 61 Bauplätze im Baugebiet „Reutenen Süd“ gibt es Stand dieser Woche 415 Bewerbungen. Wer in der Vergangenheit keinen der Bauplätze in anderen kleinen Baugebieten in Heidenheim erhalten hatte, wich oft auf Nachbarkommunen aus.

„Reutenen Süd“ schließt an die bestehende Bebauung im Norden an, kann somit teilweise bestehende Infrastruktur wie Straßen und Kanäle mitnutzen und schont so Ressourcen. „Wir bauen keine Trabantensiedlung“, sagte der Oberbürgermeister. Besser sei es, dort zu bauen, wo bereits gebaut sei. „Diese Politik ist verantwortbar.“

Der Fokus im neuen Baugebiet liegt zudem auf modernem, klima- und umweltgerechtem Städtebau mit Dachbegrünung. Der ökologische Ausgleich erfolgt vor Ort. Die gefällten Bäume werden ersetzt, die Stadt fällt keine Bäume ohne Not.

(Erstellt am 30. März 2021)

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