Michaelskirche und Pfarrhaus

Die evangelische Michaelskirche gründet auf die spätromanische Nikolaus-Kapelle (1210 – 1220). Sie wurde mehrmals umgebaut und im Jahr 1621/22 nach Norden erweitert.
1668 erhielt der Kirchturm die noch heute vorhandene Kuppelform auf einem achteckigen Oberstock mit bunten Keramikplatten.
Bei der Renovierung 1965-1967 fand man 35 zuvor übertünchte frühbarocke Tafelbilder, die größtenteils vom Heidenheimer Kunstmaler und Bürgermeister Gottfried Enßlin (1600 – 1682) stammen. 27 der Tafeln schmücken die Emporen der Kirche, acht sind im Museum Schloss Hellenstein zu sehen.
Im Chorraum hängt ein Ölgemälde mit der Anbetung Jesu durch die Heiligen Drei Könige. Es entstand wahrscheinlich im Atelier von Antonis von Dyck, einem Schüler Peter Paul Rubens.
Die Sonnenuhr über dem Eingangsportal stammt vom ehemaligen Oberen Stadttor.
Das evangelische Pfarrhaus neben der Michaelskirche wurde im Jahr 1771 erbaut. Bei der Außenrenovierung legte man 1981 das Fachwerk wieder frei.
Die romantische Umgebung wird auch als der Heidenheimer Malerwinkel bezeichnet. Das Motiv bilden das Fachwerk-Pfarrhaus, der steile Giebel der Oberamtei und das mächtige Nordeingangsportal von Schloss Hellenstein.

Kirche
Fachwerkhaus