Filmreihe "Globaler Filmherbst"

Eine außergewöhnliche Begegnung mit dem jungen Biberacher Filmemacher Kevin Koch fand am Montagabend im Margarete-Hannsmann-Saal in der Bibliothek statt

Der Filmemacher Kevin Koch und Eva Glock vom Weltladen im Gespräch mit dem Publikum.

Der engagierte Student reiste im Frühjahr 2016 zusammen mit einigen weiteren jungen Leuten in einen Slum von Manila. Dort sollten in einem einmaligen Projekt ganze Straßenzüge blau gemalt und einige überlebensgroße Porträts von zwangsumgesiedelten Slumbewohnern an Häuserwände gesprayt werden. Die Aufgabe des kleinen Filmteams war ursprünglich nur, diese Aktion zu dokumentieren. Daraus wurde ein sehr beeindruckender Einblick in das Leben in diesem Slum, in den Alltag, in dem Kinder auf verfallenden Gräbern spielen. Immer wieder fällt der Blick der Kamera auf einzelne Knochen menschlicher Skelette, die offen herumliegen und Müll ist der Teppich des ganzen Lebens. Gesichter in Großaufnahmen zeigen deutliche Spuren der Armut. Verstärkt wird der Eindruck durch die Musik, die ein Freund des Filmemachers extra für diesen Film komponiert hat. Dieser tiefgehende Film wurde mit dem Jugendfilmpreis Baden Württemberg in der Kategorie Dokumentarfilm 2017 ausgezeichnet. Im anschließenden Gespräch mit den Besuchern konnte der sympathische Kevin Koch noch zahlreiche Fragen zum Leben im Slum, aber auch zur Entstehung des Films beantworten- eine der seltenen Chancen über das Thema und den Film mit dem Macher vor Ort sprechen zu können.

Dieser Film wurde gezeigt im Rahmen einer Kooperation von Weltladen Heidenheim, der Fairtrade-Stadt Heidenheim , der Stadtbibliothek und des Forums Bildung und Entwicklung. In der Reihe Globaler Filmherbst folgen noch zwei weitere Themenabende: am Freitag, 05.11.2018 wird der Film „Death by Design“ gezeigt, in dem die Schattenseiten der Industrie, die Smartphones Tablets und Laptop ohne Rücksicht auf die Umwelt produziert, thematisiert werden. Auch hier wird eine Referentin dabei sein.

Am Freitag, 23.11.2018 endet die Reihe mit dem Film „Vorhang auf für Gaza“. Nach den ersten israelischen Angriffen auf Gaza im Jahre 2008/2009 schreiben 33 Teenager ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit diesem Krieg auf. Die Texte münden in ein Theaterstück, das bis heute in zahlreichen Städten und Ländern aufgeführt wird.
Alle Filme beginnen um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

(08. November 2018)

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