Wettbewerbsergebnis Städtische Bibliothek

Auf dem ehemaligen Gefängnisareal schräg gegenüber dem Rathaus soll eine Städtische Bibliothek entstehen. Die Verwaltung der Historischen Museen und des Archivs sowie das Kreismedienzentrum des Landkreises Heidenheim erhalten in diesem Gebäude eine neue Heimat.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg präsentiert mit dem Vorsitzenden der Jury und Vertreter des Städtebau-Instituts an der Universität Stuttgart, Prof. Dr. Franz Pesch, das Ergebnis des europaweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerbs. Den 1. Preis gewinnt die Bewerbergemeinschaft Architekt Max Dudler, Stadtplaner Conradi Bockhorst und Innenarchitektin Christa Fischer, Berlin. Das Architekturbüro Max Dudler hat bereits mehrere Bibliotheken in Deutschland wie beispielsweise die Diözesanbibliothek in Münster, die Folkwang Bibliothek Essen und  in der Nähe der Museumsinsel in Berlin die Zentralbibliothek der Humboldt-Universität (Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum) als größte Freihand-Bibliothek Deutschlands gebaut. Jüngster öffentlicher Bau des Büros ist die Stadthalle in Reutlingen.

Ilg freut sich über diese Wahl, weil "der Entwurf das sehr lange und schmale Grundstück geschickt ausnützt, wirtschaftlich umsetzbar ist und eine spannende Erschließung und hohe Funktionalität bietet. Die wechselnden Höhen passen zum städtebaulichen Umfeld. Besonders die Dachterrasse wird die Menschen anziehen. Unsere Besucher sollen sich hier wohlfühlen, begegnen und lernen!"

Pesch erläutert aus fachlicher Sicht:" Das lang gestreckte Gebäude wird von einer lebendigen Dachlandschaft gekrönt, unter der sich die einzelnen Abteilungen der Bibliothek auf einer Ebene und unter wechselnden Raumhöhen präsentieren. Dieser spannungsvolle Innenraum, mit schönen Ausblicken und Ausgängen zu kleinen Terrassen erzeugt eine einzigartige Atmosphäre. Das im Zentrum des Hauses platzierte Eingangsfoyer, das sich zusätzlich zur Helmut-Bornefeld-Straße öffnen sollte, führt zu funktionalen Grundrissen, die eine wirtschaftliche Lösung der anspruchsvollen Bauaufgabe versprechen. Eine ideale Verbindung von städtebaulicher Präzision und architektonischer Kraft!"

Aufgabe des Wettbewerbs war es, eine Bebauung zu planen, die sich städtebaulich zwischen Eugen-Loderer-Zentrum, Rathaus und den gewerblichen Bauten einfügt, gleichzeitig die Achsen zwischen Pauluskirche und Levillain-Anlage aufnimmt, aber dennoch eine Eigenständigkeit in der Architektur bewahrt. Die gestalterische Identität soll am Gebäude ablesbar sein, Betriebsabläufe müssen stimmen.

Von den ursprünglich 124 eingegangenen Bewerbungen haben 67 Büros die Zulassungskriterien erfüllt. Diese qualifizierten sich für den Wettbewerb. Davon wurden fünf Bewerbergemeinschaften ausgewählt und 22 ausgelost. Somit bearbeiteten 27 Fachbüros die Aufgabe in der ersten Bearbeitungsphase, zehn wurden dann von der Jury für die zweite Phase bestimmt. "Die Qualität der teilnehmenden Büros ist bestechend", freut sich das Stadtoberhaupt, "für mich auch ein Signal an die Attraktivität unserer Stadt, hier möchten renommierte Architekten ein Beispiel zeitgemäßer Architektur verwirklichen."

(31. Juli 2013)

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