Schloss Hellenstein im Sommer

Modellprojekt “Smart Cities”

Erfolgreiche interkommunale Bewerbung von Aalen und Heidenheim für das Modellprojekt “Smart Cities” der Bundesregierung bringt Millionen-Förderung in die Region

Heidenheim und Aalen erfolgreich für das Modellprojekt "Smart Cities" beworben.

Die Bundesregierung fördert die digitale Modernisierung der Kommunen durch sogenannte Smart-City- Modellprojekte. Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat werden daher integrierte Smart-City-Strategien und deren Umsetzung mit Investitionen bis zu 65 Prozent der investierten Gesamtsumme gefördert. Ziel der Bundesregierung sind lebenswerte und handlungsfähige Kommunen. Dazu sind neue Technologien in den Dienst der Menschen und übergeordneter Ziele des Gemeinwohls zu stellen. Digitale Technologien sind also so einzusetzen, dass sie nicht nur Einzelinteressen, sondern der Stadtgesellschaft als Gemeinschaft dauerhaft nutzen.

Am Dienstag hat Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, die ausgewählten 32 Modellprojekte vorgestellt. Die gemeinschaftliche Bewerbung von Aalen und Heidenheim ist eine von bundesweit nur 12 erfolgreichen interkommunalen Projekten. Begleitet wurde die Bewerbung vom Digital-Anbieter „Zentrum für Digitale Entwicklung GmbH“ in Westhausen, der auch den allgemeinen Breitbandplan für die Stadt Heidenheim erstellt hat.

Die beiden Oberbürgermeister sehen in diesem Erfolg einen Meilenstein auf dem Weg zur Zukunftsfähigkeit der Region Ost-Württemberg und zu einer erfolgreichen Positionierung der beiden Städte.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg aus Heidenheim betont die Wichtigkeit der Zusammenarbeit:
“Das Förderprogramm sehen wir als Türöffner, um unsere Städte auf digitale Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Kommunen wird dabei immer wichtiger; nur gemeinsam können wir die Attraktivität unserer Städte und der ganzen Region herausheben im Wettbewerb um Unternehmen, Fachkräfte, hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dass mein Kollege aus Aalen Thilo Rentschler unsere Initiative aufgegriffen hat und wir jetzt gemeinsam Erfolg hatten, ist fantastisch; dieses Projekt wird Aalen, Heidenheim und die ganze Region nach vorne bringen.”

Oberbürgermeister Thilo Rentschler teilt diese Ansicht:
„Das ist heute ein ganz wichtiger Tag für die ganze Region und deren Zukunftsfähigkeit. Dieses gemeinsame Projekt setzt Maßstäbe, wirkt es doch über die Region hinaus und wird zudem wichtige Impulse für die Arbeit unseres SMART-City-Beirats liefern. Zu den bereits angestoßenen Initiativen verspricht dieses interkommunale Projekt weitere Dynamik und spürbaren Fortschritt. Wir müssen unsere Konzepte für eine integrierte Stadtentwicklung unter digitalen Gesichtspunkten neu bewerten, und dürfen nicht an der jeweiligen Stadtgrenze enden. Deshalb bin ich sehr dankbar für diese partnerschaftliche stadtübergreifende Initiative und schon sehr gespannt auf die Ergebnisse und Verbesserungen für unseren Alltag.“

Mit den Modellprojekten Smart Cities soll die Handlungsfähigkeit der Städte, Kreise und Gemeinden insgesamt gestärkt werden. Die Antragssumme teilt sich und beträgt für die erste Phase des Projekts für jede Stadt 1,25 Mio. Euro. Bei 35 Prozent beläuft sich der Eigenanteil pro Kommune auf 437.500 Euro, verteilt auf zwei Jahre also auf 218.750 Euro pro Jahr. Über die Fortführung der Förderung in einer zweiten Phase entscheidet die Bundesregierung später separat.

Der Antrag enthält für die Städte Heidenheim und Aalen unter dem gemeinsamen Motto "#AA-HDHGemeinsamDigital" fünf Maßnahmen. Kriterien bei der Auswahl waren sinnvolle, die Lebensqualität steigernde Anwendungen, erfolgreich umgesetzte Best Practice Beispiele sowie die Skalierbarkeit auf die Gesamtstadt und andere Regionen. Diese sind:

1. Digitales Stadtentwicklungskonzept (DSEK)

Ziel ist Sachverstand ausgewählter Vertreter der Bevölkerung, der Unternehmen, der Wissenschaft, Institutionen und Organisationen zu sinnvollen „smarten“ Anwendungen einzubinden, die ihre Lebensqualität erhöhen.

2. Konvergenter Netzplan (KNP)

Ähnlich wie ein Breitbandplan die Voraussetzung für die Erschließung konkreter Gebiete mit Breitband war, handelt es sich bei einem KNP um die Grundlage für smarte Anwendungen.

3. Urbane Cockpitlösung

Es handelt sich um ein digitales Cockpit auf der städtischen Homepage, auf dem alle Interessierten live relevante Daten aus dem öffentlichen Raum ablesen können: beispielsweise zur Lärmbelastung, zur Auslastung von Parkhäusern und Parkplätzen, zu verfügbaren E-Ladestationen.

4. Smartes Parken

Um den öffentlichen Parksuchverkehr zu reduzieren und verfügbare Parkflächen besser auszulasten, bieten sich Sensoren mit Magnetfeldern an, die vandalensicher auf öffentliche Parkplätze montiert werden können und Parkplatzsuchende in Echtzeit zum nächsten freien Platz führen können.

5. Smarte urbane Logistik

Im Fokus steht die Entwicklung eines Citylogistikkonzepts, mit dem Ziel, innerstädtischen Logistikverkehr zu minimieren und optimieren (sog. „Lösung für die letzte Meile“).

(Erstellt am 09. September 2020)

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