English
 | 
 | 
Seitenstruktur
Sie sind hier: Startseite > Soziale Stadt > Programm

Was ist das Programm "Die Soziale Stadt"?

  • Im Förderprogramm "Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt" stellen der Bund und die Länder Fördermittel für die Aufwertung benachteiligter Stadtteile bereit.
  • Das Programm richtet sich an Stadtteile und Quartiere mit städtebaulichen, sozialen und wirtschaftlichen Problemen. Diese Gebiete zeigen Defizite im Hinblick auf ihre Sozialstruktur, den baulichen Bestand, das Arbeitsplatzangebot, das Ausbildungsniveau, die Ausstattung mit sozialer und stadtteilkultureller Infrastruktur sowie Qualität der Wohnungen, des Wohnumfeldes und der Umwelt

Was sind die Ziele des Programms?

  • Das Programm will den Defiziten in den Stadtgebieten entgegenwirken und eine nachhaltige Aufwärtsentwicklung unterstützen. Ziele sind u.a.:
    • Verbesserung des Images und der Identifikation der Bewohner,
    • Verbesserung der Wohnsituation und des Wohnumfeldes,
    • Weiterentwicklung der sozialen, kulturellen und freizeitbezogenen Infrastruktur,
    • Förderung eines Netzwerks bürgerschaftlichen Engagements.
  • Indem das Programm nicht nur städtebauliche, sondern auch soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge berücksichtigt, beschreitet es neue Wege zur umfassenden und dauerhaften Weiterentwicklung der Stadtteile.

Programm Soziale Stadt

Das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der Länder wurde im Jahr 1999 mit dem Ziel gestartet, die „Abwärtsspirale“ in benachteiligten Stadtteilen aufzuhalten und die Lebensbedingungen vor Ort umfassend zu verbessern. Die Soziale Stadt startete im Jahr 1999 mit 161 Stadtteilen in 124 Gemeinden; heute sind es bereits 523 Gebiete in 326 Gemeinden (Stand 2008).


Programmhintergrund
Kleinräumige Segregation führt seit den 1990er Jahren in vielen Städten zu selektiven Auf- und Abwertungen von Wohngebieten und damit auch zur Herausbildung benachteiligter Stadtteile. Diese sind meist durch komplexe Problemlagen in den Bereichen Städtebau und Umwelt, infrastrukturelle Ausstattung, Lokale Ökonomie, Soziales, Integration und nachbarschaftliches Zusammenleben sowie Imagebildung charakterisiert. Das Programm Soziale Stadt reagiert darauf mit einem integrierten Ansatz der umfassenden Quartiersentwicklung.


Grundlagen/Finanzierung
Artikel 104b Grundgesetz, § 171e Baugesetzbuch, die jährlich abzuschließende Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern, der "Leitfaden zur Ausgestaltung der Gemeinschaftsinitiative 'Soziale Stadt'" sowie Verwaltungsvorschriften, Richtlinien, Erlasse, Arbeitshilfen, Ausschreibungen und weitere Veröffentlichungen der Bundesländer sind wesentliche Grundlagen des Programms. Die Finanzierung des Programms erfolgt gemeinsam durch Bund, Länder und Kommunen.


Handlungsfelder
Das breite Spektrum der Probleme, aber auch der Potenziale, auf Basis derer die Programmgebiete der Sozialen Stadt ausgewählt und abgegrenzt worden sind, spiegelt sich in den Handlungsfeldern von vielfältigen Maßnahmen und Projekten, die zur Lösung der Probleme und Erschließung der Potenziale eingesetzt werden.
Maßnahmen und Projekte lassen sich einem Katalog von 13 inhaltlichen Handlungsfeldern zuordnen. Ihre Planung und Realisierung werden durch die eher instrumentell-strategischen Handlungsfelder (Integrierte Entwicklungs- bzw. Handlungskonzepte, Ressourcenbündelung, Quartiermanagement, Aktivierung und Beteiligung. Evaluierung und Monitoring) gestützt.