Zusatzinfo Studienkreis Archäologie 12.04.2011
"Eine Reise in den Süden – von Aquileia nach Aquileia"
(Gereon Balle M.A., M.A.)
Veranstalter: Museum im Römerbad und Förderverein in Kooperation mit der Volkshochschule Heidenheim
Auf der Tabula Peutingeriana, der mittelalterlichen Kopie einer antiken Straßenkarte, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit der Name der römischen Siedlung von Heidenheim überliefert: Aquileia. Warum dieser Name einst gewählt wurde, ist hingegen nicht bekannt. Möglicherweise war es die vergleichbare geostrategische Schlüsselposition, die Anlass dazu gab, Kastell und Siedlung im Brenztal nach der bedeutenden Stadt Aquileia in Norditalien zu benennen, doch sind alternative Erklärungen für die Namensgebung ebenso denkbar. Die Namensgleichheit allein soll jedoch Grund genug sein, uns von Heidenheim aus auf den Weg zu machen, um unserer antiken „Partnerstadt“ an der Adria einen Besuch abzustatten. Heute ein überschaubares Provinzstädtchen war das antike Aquileia eine der größten und blühendsten Städte des römischen Reiches. Zunächst als Bollwerk zum Schutz Italiens gegründet entwickelt sich Aquileia zum Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum am Ende der Bernsteinstraße. Die einstige Bedeutung der Stadt spiegelt sich unter anderem darin wieder, dass der Bischof von Aquileia seit dem frühen Mittelalter zugleich Patriarch war. Zeugnisse der römischen Epoche sind heute noch in einem archäologischen Park sowie in mehrere Museen präsent. In der mittelalterlichen Kathedrale ist das bedeutendste frühchristliche Fußbodenmosaik Italiens zu besichtigen.
Eintritt: 3,00 €; Mitglieder Förderverein 1,00 € (Abendkasse).

