Aktuell: Musikvideo gegen das Vergessen und gegen Gewalt
Am Samstag, den 30.10.2010 wurde in der Heidenheimer Voithsiedlung am Nettomarkt gegen 20:50 Uhr ein 46-jähriger von einem 24-jährigen totgeschlagen. Der Täter und seine Probleme - wie übermäßiger Alkoholkonsum, unkontrollierte Aggressionen usw. - waren sowohl der Polizei als auch der Mobilen Jugendarbeit bekannt. Hilfe und Begleitung wurden ihm zahlreich angeboten, allerdings haben diese ihn nicht zu einer positiven Verhaltensänderung geführt.
Diese Tat stand bei den Jugendlichen an der Tagesordnung und die Stimmung dazu variierte von Wut, Ratlosigkeit und Trauer. Dennoch vermisste man bei vielen Jugendlichen die selbstkritische Haltung, da viele in einer ähnlichen Situation ebenfalls schon in der Vergangenheit durch dieselben Verhaltensmuster auffällig geworden bzw. bereits vorbestraft sind. Andere wiederum geben oberflächliche Urteile ab und machen diese Tat von der Herkunft oder der Zugehörigkeit einer bestimmten sozialen Schicht abhängig.
Leider ist zu befürchten, daß solche unentschuldbare Taten relativ schnell in Vergessenheit geraten und sich nur wenige Gedanken machen, was sie selber dafür leisten können, um diese in Zukunft zu verhindern. Im Gespräch mit Jugendlichen entstand die Idee, eine Internetseite gegen das Vergessen und gegen Gewalt zu entwickeln. Auf dieser Internetseite soll ein professionelles Musikvideos hochgeladen werden, bei dem bekannte junge regionale Hip-Hip-Künstler zu diesem Thema singen. Das Video wird von der Gruppe „Neurotic Picures“ gedreht.
Neurotic Pictures ist eine Gruppe von jungen Filmemachern aus Heidenheim. NP wurde 2009 gegründet und hat seither unterschiedliche Projekte durchgeführt.
Erst eine professionelle Gestaltung der Internetseite mit professionellem Musikvideo, untermalt mit ansprechendem Text und Beat wird einen Anklang bei den Jugendlichen finden.
Das Video wird unter anderem auch an den Orten gedreht, an denen die Menschen gestorben sind (am Nettomarkt in der Voithsiedlung, K2, neben dem Dönerimbiss „Ali Baba“).
Für Videos der Mobilen Jugendarbeit Heidenheim hier klicken:
Unterwegs im Stadtgebiet: die Mobile Jugendarbeit Heidenheim
Infostand am ZOH
WICHTIG: In den Schulferien ist kein Infostand. Kadir Cildir ist dann zu den regulären Sprechzeiten im Treff9 und übers Handy zu erreichen.
Kadir Cildir von der Mobilen Jugendarbeit (MJA) ist jede Woche mit einem Infostand an der Heidenheimer Zentralen Omnibushaltestelle (ZOH) präsent. Dadurch sollen den Jugendlichen, aber auch Interessierten wichtige Informationen über Hilfsangebote und Einrichtungen näher gebracht werden, die in bestimmten schwierigen Lebenssituationen behilflich sein können. Auf Wunsch begleitet Kadir Cildir gerne die Betroffenen, um bestimmte Hemmschwellen abzubauen. Außerdem ist beabsichtigt, diesen Infostand als Brücke und Kommunikationsplattform zwischen den unterschiedlichen Jugendszenen, Generationen, Vereinen und Behörden - wie beispielsweise der Polizei oder der Rechtsberatung - in Heidenheim zu etablieren.
Der Infostand ist jeden Mittwoch von 12 – 14 Uhr und jeden Freitag von 17 – 19 Uhr am ZOH - außer in den Ferien.
Für Rückfragen ist Kadir Cildir erreichbar unter
Tel.: 07321/327-53 58
Handy: 0177/88 48 638
E-Mail: kadir.cildir@heidenheim.de
Hilfsangebote
Beratende und unterstützende Hilfsangebote bietet die Mobile Jugendarbeit Jugendlichen und jungen Menschen in Heidenheim. Durch das stetig wachsende Netzwerk können Hilfesuchende oftmals schnell und unkompliziert weiter vermittelt werden. Die Mobile Jugendarbeit kann die Jugendlichen auf ihrem Weg begleiten, nicht aber den Jugendlichen die Verantwortung für ihr Leben und ihre Interessen übernehmen.
Aufsuchende Arbeit
Die Straßensozialarbeit in Heidenheim begibt sich an die Treffpunkte der Jugendlichen, sogenannte Brennpunkte in Heidenheim (laut Kriminalstatistik 2007 der Polizeidirektion Heidenheim). Diese verändern sich jedoch kontinuierlich:
· ZOH / ZOB
· RAN-Tankstelle
· Römerbrunnen
· Pilz`sche Unterführung
· Wunderbar
· Parkplatz Pennymarkt
· Gaststätten
· Totenbergfriedhof
Die aufsuchende Arbeit können als Kontakte kennzeichnen, die entweder offensiv zugehend oder defensiv abwartend hergestellt werden.
Aufsuchende Arbeit hat nichts mit „Kontrollgängen“ im Stadtteil zu tun. Jugendliche die sich im öffentlichen Raum treffen, werden von der Bevölkerung oft als Bedrohung wahrgenommen, da sie Plätze besetzen, die nicht zum Verweilen gedacht sind. Streetworker vertreten die Ansicht, dass Jugendliche das Recht haben, sich im öffentlichen Raum aufzuhalten, sich zu treffen und die Straße als Kommunikations- und Ort des Erlebens zu nutzen. Die Kontaktaufnahmen zu Jugendlichen entstehen häufig durch Mundpropaganda.
Die aufsuchende Arbeit bedarf einer Sensibilität, da die Jugendlichen nicht ständig unter Beobachtung und Betreuung durch Erwachsene stehen wollen. Es soll bei Konflikten zwischen den Jugendlichen, aber auch zwischen ihnen und Anwohnern und Gewerbetreibenden vermittelt werden. Ziel der Arbeit ist es ein gewaltfreies Miteinander im Stadtteil zu ermöglichen. Das bedeutet, dass die Jugendlichen dahingehend gefördert werden, dass sie sich mit ihrer eigenen Person und ihrem Umfeld konstruktiv auseinandersetzen. Die Gewaltbereitschaft und das aggressive Verhalten vieler Jugendlicher ist immer im situativen Kontext, in dem die Gewalt angewendet wird zu sehen. Gemeinsam mit den Jugendlichen sollen Konfliktlösungsmöglichkeiten, die sie auch annehmen können, erarbeitet werden.
Freizeitgestaltung mit der Mobilen Jugendarbeit
Die Mobile Jugendarbeit geht auf die Jugendlichen zu, greift deren Ideen und Wünsche auf und entwickelt gemeinsam mit den Jugendliche Ansätze für ein sinnvolle Freizeitgestaltung und neue Beschäftigungsfelder. Im Idealfall münden diese Impulse in eine Mitgliedschaft in einem Verein oder Verselbständigen sich sogar. Die Mobile Jugendarbeit will die Jugendlichen nicht "aufräumen" aber statt dessen mit ihnen nach geeigneten Inhalten suchen.
Metallkonzert - in Planung
Die Heidenheimer Metalband „Final Faith“ veranstaltet in Kooperation mit der Mobilen Jugendarbeit, Siggi Schwarz und dem Haus der Jugend in Giengen organisiert. ‚Final Faith’ sind 6 Jugendliche im Alter von 17 bis 20 Jahre aus dem Kreis Heidenheim eine großes Metallkonzert. Final Faith besteht seit 2005. Metal (oder auch Heavy Metal) hat seinen Ursprung aus dem Hard Rock der 70er Jahre und beinhaltet Elemente des Blues, Jazz und der Klassik, auch wenn man es als Außenstehender nicht gleich heraushören mag. Bezüglich Metal bestehen viele Vorurteile wie z.B. dass es sich dabei nicht um richtige Musik, sondern um Lärm und Geschrei handelt. Dabei benötigt man auch für diese Musikrichtung – wie auch bei anderen – viel Talent und musikalische Begabung.
Obwohl viele Jugendliche in Heidenheim und Umgebung der Metalszene angehören, gibt es hier jedoch kaum vielfältige und ansprechende Veranstaltungen in dieser Richtung. Deswegen nehmen sie weite Strecken in Kauf wie zum Beispiel nach Stuttgart oder München, um bekannte Bands sehen und hören zu können. Aus diesem Grunde haben sich die Jugendlichen von „Final Faith“ das Ziel gesetzt, durch ein Konzert den Grundstein dafür zu legen, diesem Zustand entgegenzuwirken. Auf diesem Konzert sollen nicht nur bekannte große Bands auftreten, sondern auch lokale Bands, die zum großen Teil aus Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 bestehen.
Herr Salemi vom Giengener Kulturbüro hat die Stadthalle für den 26.11.2011 kostenlos zur Verfügung gestellt.
Parkour in Heidenheim
Achtung neue Trainingszeit und -ort!!!
Parkour-Training in der Bühlturnhalle am Schillergymnasium
jeweils donnerstags von 16 - 18 Uhr
Voraussetzung: gutes Schuhwerk
Parkour-Codex
1. Respekt ist ein entscheidendes Prinzip
Egal, ob die Herausforderung einfach oder schwierig ist, der Parkour-Läufer (Traceur) hat immer ein Ziel: Seinen Körper und das vorhandene Terrain perfekt zu beherrschen. Und dazu braucht es vor allem eins: Respekt. Respekt vor sich selbst und anderen Menschen, Respekt vor der Aufgabe, den Regeln und möglichen Gefahren und natürlich Respekt vor der Umgebung, in der man sich bewegt.
2. Beherrsche die Grundelemente
3. Kenne deine persönlichen Grenzen
4. Steigere dich nur in kleinen Schritten
5. Wage nichts, wofür du nicht bereit bist
6. Lass dich von keinem anderen dazu verleiten
7. Übe jedes Hindernis zuerst auf sicherem Boden
8. Halte dich an Warnschilder und Verbote
9. Respektiere Privatbesitz
10. Sicherheit kommt vor allem anderen
Graffiti-Fotoausstellung 2010
Im Rahmen der Literaturtage Heidenheim präsentierte die Mobile Jugendarbeit, das Jugendzentrum Treff9 und die Graffiti-Crew Heidenheim eine Ausstellung mit dem Titel:
Jugendsprache in Szene gesetzt
Graffiti und Street Art Icons sind inzwischen in allen großen und kleinen Städten zu finden. Die Aussagekraft der einzelnen Werke ist unterschiedlich und nicht für alle Betrachter erschließt sich der künstlerische Aspekt. Tatsache ist aber, dass diese Straßenkunst den Zeitgeist der Jugendkulturen und deren Themen widerspiegelt. Auch in Heidenheim sind kunstvolle Graffiti zu finden. Jugendliche haben sich in der Stadt umgesehen und sie fotografiert.
Zudem wurde ein kurzer Dokumentation über die Heidenheimer Grafittiszene gedreht. Schaut beim Unterpunkt Videos rein.
Graffitiworkshop
Im Rahmen des Respect-Projektes fanden mehrere Graffitiworkshop im Treff9 und im Stadtgebiet statt!
Wer Interesse am Erlernen von Grafittis hat, kann sich bei der Mobilen Jugendarbeit erkundigen.
Sports and Fun @ ZOH 2009
Ein Projekt der Mobilen Jugendarbeit zur Gewaltprävention.
Immer wieder erreichen uns Berichte über auffällige Jugendliche in der Innenstadt, u.a. am ZOH. Jugendliche die negativ im öffentlichen Raum auffallen, haben trotz und gerade aufgrund ihrer sozialen Benachteiligung Fähigkeiten und Begabungen, die sie sich selbstständig angeeignet haben.
Diese nutzen sie innerhalb ihrer Gruppe zwar, jedoch sind ihre Fähigkeiten für eine Breite Masse aus ihrer Umgebung unbekannt. Hauptsächlich handelt es sich um Fähigkeiten wie Tanz, Musik, Kunst (Zeichnung) und Sport.
Mit dem Projekt "Sport and Fun @ ZOH" sollte der öffentliche Raum, den Jugendliche bereits nutzen aufgewertet und somit positiv erlebt werden. Die Bevölkerung soll die Jugendlichen in einem positiven Setting erleben und somit Hemmschwellen abbauen.
Die Kooperationspartner waren SAMBO e.V., Helmholzfilm und das Sportcenter Rayong-Sports Mergelstetten.
Aufgrund des großen Erfolges wurde 2010 eine Folgeveranstaltung am gesamten ZOH durchgeführt. Daraus entwickelte sich 2011 die erste "Heidenheimer Kampfsportbörse" im Congress Centrum.
Fußball von und mit Jugendliche
Fußballturnier MJA-Cup 2009
Der erste MJA-Cup war ein voller Erfolg. Photos sind unter dem Menüpunkt Bildergalerie zu finden.
Weitere Fußballturniere finden regelmäßig statt. Des Weiteren nimmt die Mannschaft "MJA-Power" mit eigenen Trikots an verschiedenen Turnieren teil. Fragt im Büro der Mobilen Jugendarbeit nach.














