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Mobile Jugendarbeit in Heidenheim

Pauluskirche
ZOH
ZOH
Römerbrunnen

Sichere Innenstadt - Mobile Jugendarbeit ab Oktober 2008 in Heidenheim

 

Mit Streetwork sollen Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 27 Jahren, die im Wesentlichen als lose Gruppen an öffentlichen Plätzen vorkommen und durch ihr Verhalten auffallen, aufgesucht werden.

 

Es soll bei Konflikten zwischen den Jugendlichen, aber auch zwischen ihnen und Anwohnern oder Gewerbetreibenden vermittelt werden. Ziel der Arbeit ist es, ein gewaltfreies Miteinander zu ermöglichen. Das bedeutet, dass die Jugendlichen dahingehend gefördert werden, dass sie sich mit ihrer eigenen Person und ihrem Umfeld konstruktiv auseinandersetzen. Gemeinsam mit den Jugendlichen sollen Konfliktlösungsmöglichkeiten, die sie auch annehmen können, erarbeitet werden. Die Unterstützung, Vermittlung und Begleitung konzentriert sich insbesondere auf:

  • Konflikte von Jugendlichen untereinander oder mit Passanten und Anwohnern; dabei sollen unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten tragfähige Lösungen herbeigeführt werden.
  • Angebot/Vermittlung von Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung sowie nichtkommerzielle Treffmöglichkeiten.
  • Ausbildungsplatz- und Jobsuche (Bewerbungen schreiben, Jobbörse, Telefonate).
  • Strafrechtliche Schwierigkeiten (Kontakte zur Jugendgerichtshilfe, zu Anwälten, Jugendrechtshaus)
  • Die Hinführung zu einem selbstverantwortlichen Umgang mit Drogen und Sucht (Aufklärung, Vermittlung).
  • Behördenbegleitung (Arbeitsagentur, Grundsicherungs- und Sozialdienststelle).
  • Vermittlung und Begleitung zu Beratungsstellen (z.B. Suchtberatungsstelle).
  • „Sozial-Coaching“ und Krisenintervention.

 

Das Modellprogramm „Wir kümmern uns selbst“ erprobt neue Wege zur Lösung von Konflikten im öffentlichen Raum, an denen Kinder und Jugendliche beteiligt sind. Nachdem in Heidenheim die Bearbeitung des Konflikts in der Hinteren Gasse abgeschlossen wurde, ist in Absprache mit dem Sozialdezernat des Landkreises der Sozialraum „Innenstadt“ als neues Aktionsfeld ausgewählt worden. Eine Zusammenarbeit mit den Streetworkern erscheint sinnvoll, da die Erfahrungen an anderen Standorten zeigen, dass gerade die Streetworker Kontakt und Vertrauen zu solchen Kindern und Jugendlichen aufbauen können, welche nicht durch Kinder- und Jugendeinrichtungen erreicht werden. Eine Zusammenarbeit mit den Jugendhäusern in den einzelnen Stadtteilen sowie der Jugendarbeit am „Zanger Berg“ sind weitere Bausteine des Netzwerkes in Heidenheim.


Landesarbeitsgemeinschaft Baden-Württemberg

www.lag-mobil.de