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Abschlussbericht "Wikus" in Heidenheim

Im Kultur-, Sozial-, Schul-, Sportausschuss wurde am 04. März der Abschlussbericht für die Umsetzung des Bundesmodellprogramms an zwei Standorten in Heidenheim vorgestellt.

 

Auch nach dem Auslaufen des Bundesmodellprogramms gibt es die Arbeitsgruppe "Sicherheit herstellen" weiter.


Der Bericht kann hier eingesehen werden.

Ein Jahr Imbisswagen Blickfeld

Bilder hier

Imbiss "Blickfeld" am ZOH

  • Photo ZOH
  • Photo ZOH

„Imbiss Blickfeld“ im Rahmen des Modellprogramm „Wir kümmern uns selbst“

Im Rahmen des bundesweiten Projektes "Wir kümmern uns selbst - Konfliktlösung im öffentlichen Raum", bei dem der Landkreis Heidenheim seit 2007 ein Erprobungsstandort war, wurde im vergangenen Jahr die Problematik des ZOH hinsichtlich Kriminalitätsbelastung aufgegriffen.

 

Basierend auf einer Idee von Heidenheimer Schülern, wurde nun durch die Präsenz eines Imbisswagens der sonst anonyme Ort v.a. während der "gefährdeten" Zeiten am Wochenende und abends, belebt.

 

Die Sambo-Abteilung des hsb e.V. konnte hierfür als Kooperationspartner gewonnen werden. Sie arbeitet seit etlichen Jahren vorwiegend mit jugendlichen Migranten und versucht, durch aufsuchende sportliche Angebote, Jugendliche in bestehende Vereinsstrukturen, zu einer besseren gesellschaftlichen Eingliederung beizutragen.

 

Der Imbiss „Blickfeld“ wurde im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier am Donnerstag, den 17.09.2009 um 19.00 Uhr am ZOH eingeweiht.

 

Die "Offnungszeiten" des Imbisswagens sind täglich von 9:00 - 18:00 Uhr, freitags von 9:00 bis 1:00 Uhr und samstags außerdem 21:00 bis 1:00 Uhr.

"Wir kümmern uns selbst" in Heidenheim

Projektflyer Heidenheim

Kinder und Jugendliche, die ihre Freizeit an öffentlichen Plätzen und Orten verbringen, werden von Erwachsenen oder auch von anderen Kindern und Jugendlichen oft als störend oder sogar bedrohlich wahr genommen. Es kommt zu Konflikten zwischen Kindern und Jugendlichen untereinander oder auch zu Konflikten mit Erwachsenen wie z.B. Anwohnerinnen und Anwohnern. Anlässe sind beispielsweise unterschiedliche Auffassungen über die Nutzung öffentlicher Plätze, Territorialstreitigkeiten zwischen verschiedenen Gruppen von Kindern und Jugendlichen, das Hinterlassen von Unrat, Sprayen von Graffitis, Sachbeschädigungen oder schlicht der Lärm, der beim Spielen und sich Treffen entsteht.

An dieser Ausgangssituation setzt des Modellprogramm "Wir kümmern uns selbst" an. Es beteiligen sich nach einer Laufzeit von 2 Jahren bisher 7 Standorte. Gewonnene Erfahrungen aus den sichtbaren Prozessabläufe und –strukturen werden regelmäßig ausgewertet und aufgenommen. Als Träger der Jugendhilfe ist Frau Krell vom Landratsamt Heidenheim für den Landkreis Ansprechperson und die Schnittstelle zur Programmagentur. Im Kreis Heidenheim sind die Städte Giengen und Heidenheim mit eigenen Akteuren und kommunalen Ansprechpartnern beteiligt. In Heidenheim ist das Stadtjugendreferat Ansprechpartner.

 

Bei dem Programm geht es u.a. um die gemeinsame Verantwortung um das Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen. Aus diesem Grund richtet sich das Modelprogramm auch an alle und sucht viele Akteure auf örtlicher Ebene. Auch Fachfremde, außer Polizei und Jugendarbeiter sind hierzu eingeladen. Besonders bei Konflikten die keine Straftat darstellen ist die Polizei machtlos. Der Dialog und die Bereitschaft zur Konfliktlösung von allen beteiligten Konfliktpartner ist hierbei von Bedeutung.

 

Als positives Fazit der bisherigen Laufzeit haben alle Akteure an den verschiedenen Standorten das Zusammenkommen, die gemeinsamen Ziele, die verbesserte Qualität des Miteinanders und die hergestellte Transparenz vor Ort hervorgehoben.

 

In Heidenheim wurde in der ersten Projektphase die Hinteren Gasse, rund um die Michaelskirche und der Stadtmauer, und dem Vorplatz der Pauluskirche als Konfliktort ausgewählt. Zusammen mit Jugendlichen und Anwohnern sollten die bestehenden Probleme angeschaut werden und eine einvernehmliche, gemeinsame Nutzung der öffentliche Plätze erreicht werden. Die Verantwortung für den Raum soll an die gehen, die diesen nutzen. Im Herbst 2007 wurde dieser Konfliktstandort aus verschiedenen Gründen zugunsten einer zweiten Projektphase beendet. Mit einem Auftaktworkshop am 26.06.08 wurde die Innenstadt als Konfliktort ausgewählt. Dieses beinhaltet auch die Orte und Akteure der ersten Projektphase. Im Fokus hier die Zentrale Omnibushaltestelle und auch die Pauluskirche. Es liegt nun an den Beteiligten die Konflikte zu präzisieren und einen Aktionsplan für eine für alle zufriedenstellende Lösung zu finden.

Wenn Sie Interesse an diesem Projekt haben, wenden Sie sich an die Projektmitarbeiter. Die Projektgruppe freut sich über weitere Mitarbeiter.

Bilanzierungstreffen am 29. April 2009

Auswertungsbild

Das Projekt "Wir kümmern uns Selbst" ist abgelaufen. Das Protokoll des Bilanzierungstreffens kann hier nachgelesen werden.

 

Nachdem die Programmagentur sich zurück gezogen hat, heißt es nun mehr denn je "Wir kümmern uns Selbst". Die Ansprechpartnerinnen sind weiterhin für Fragen und Anregungen offen.

  • Photo Treffen

Konflikttreffen am 21.07.08

Plan Innenstadt

In der Innenstadt wurden verschiedene Konfliktorte benannt. Hierbei ging es vor allen um die Wochenenden, aber unabhängig davon sind zu unterscheidlichen Zeiten verschiedene Jugendgruppen an den genannten öffentlichen Plätzen anzutreffen.

 

Wer sind informieren möchte, kann sich hier das Protokoll der Sitzung vom 21. Juli 2008 ansehen.

 

Pressebericht aus der Heidenheimer Neuen Presse am 23.07.08

Pressebericht der Neuen Woche am 31.07.08

Konfliktkoordinationsteam "Innenstadt Heidenheim"

Pauluskirche

In der zweiten Projektphase "Innenstadt" waren folgende Ansprechpartner zuständig:

 

Frau Christel Krell, Landratsamt Heidenheim, Felsenstraße 36, 89505 Heidenheim, Tel: 07321 321-424, c.krell(at)landkreis-heidenheim.de

 

Frau Christiane Pfitzner, Jugend- und Kulturzentrum Treff9, Stadt Heidenheim, Friedrichstraße 9, 89518 Heidenheim, Tel: 07321 327-5350, info(at)juze-treff9.de

Projektbeteiligte in Heidenheim

Flyer Kooperationspartner

In der ersten Projektphase waren dieses die Ansprechpartner:

 

Evangelische Kirchengemeinde, Pfarrerin Gabriele Mack, Telefon 07321 225-59, mack.pkII@egk-heidenheim.de, www.egk-heidenheim.de

 

Evangelisches Jugendwerk, Thomas Mehlfeld, Plouquetstraße 16, Telefon  07321 3594-63, mehlfeld(at)ejhdh.de, www.ejhdh.de

Jugendreferat der Stadt Heidenheim, Aideen Halliger, Telefon 07321 327-5315, aideen.halliger(at)heidenheim.de, www.heidenheim.de

 

Jugend- und Kulturzentrum Treff9, Christiane Pfitzner, Telefon 07321 327-5350, info(at)juze-treff9.de, www.heidenheim.de

Das Bundesmodellprogramm des BMFSFJ

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend förderte das Modellprogramm "Wir kümmern uns selbst". Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch das Deutsche Jugendinstitut.

 

Das ies - Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung GmbH an der Universität Hannover - hat die Standorte als Programmagentur beraten und begleitet.

Die Erprobung erfolgte an bundesweit sieben Standorten:

Berlin-Altglienicke
Düsseldorf
Guben
Hannover
Kassel
Landkreis Heidenheim
Michendorf

Das Herzstück des Programms bildeten die fünf Programmgrundsätze, die den Standorten als Leitlinien für ihre Arbeit gedient haben:

  1. Das Programm setzt bei konkreten Konfliktkonstellationen im öffentlichen Raum an, die als Störung oder Bedrohung erlebt werden.
  2. Der Sozialraum bildet den direkten Bezugsrahmen im Konfliktbearbeitungsprozess.
  3. Jugendliche und erwachsene Konfliktbeteiligte werden aktive PartnerInnen bei der Bearbeitung von Konflikten „auf gleicher Augenhöhe“.
  4. Die Unterstützung durch professionelle BeraterInnen richtet sich an den Bedürfnissen der Konfliktparteien aus. Sie erfolgt passgenau bei Bedarf.
  5. Alle Beteiligten werden unter Berücksichtigung ihres Alters sowie ihres sozialen und kulturellen Hintergrunds frühzeitig und verantwortlich in die Lösung der Konflikte einbezogen.

Auftaktveranstaltung im Mai 2006

Heike Bartesch vom BMFSFJ mit den Heidenheimer Akteuren

Bundesfamilienministerium startet Modell

"Wir kümmern uns selbst" -


Ziel ist mehr bürgerschaftliches Engagement bei Konflikten mit Kindern und Jugendlichen


Wenn sich Kinder und Jugendliche an öffentlichen Orten wie Parks oder Spielplätzen treffen, fallen sie oft als störend auf. Nicht selten gibt es Streit zwischen verschiedenen Gruppen, Müll oder Graffitis sorgen zusätzlich für Ärger mit der Nachbarschaft. Eskaliert die Situation, sind die Beteiligten meistens weder bereit noch in der Lage, die Auseinandersetzung selbstständig zu lösen. Stattdessen wird häufig die Polizei eingeschaltet. Der Konflikt verschärft sich oder verlagert sich an andere Orte, ohne dass die Ursachen für die Probleme offen gelegt und langfristig gelöst werden.

Hier setzt das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Programm „Wir kümmern uns selbst“ an. An sechs Standorten, darunter Berlin, Düsseldorf und Hannover, werden bis Mitte 2008 neue Wege erprobt, wie Betroffene Konflikte gemeinsam lösen können – durch mehr bürgerschaftliches Engagement. Das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (ies) unterstützt und berät Kinder und Jugendliche, aber auch Anwohner, Vereine, Schulen, Politik und Verwaltung dabei, wie Probleme frühzeitig erkannt und ohne Auseinandersetzungen gelöst werden können. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) begleitet diese Arbeit wissenschaftlich.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, betonte in Ihrem Grußwort zur Auftaktveranstaltung in Hannover: „Ich verstehe "Wir kümmern uns selbst" als einen Schritt zur Umsetzung unseres Ziels, Verständnis für gemeinsame Grundwerte zu entwickeln. Friedfertiges, konstruktives Verhalten wird gerade dann auf die Probe gestellt, wenn man sich einmal nicht einig ist. Hier zeigen sich entweder Gewalt und Vermeidungsverhalten oder aber soziale Kompetenzen im respektvollen Umgang miteinander. Mit dem Modellprogramm stärken wir neue Formen der Konfliktbewältigung und damit die zivilgesellschaftliche Verantwortung für das Aufwachsen junger Menschen.“

Die heutige Auftaktveranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter der Kinder- und Jugendhilfe, der Polizei, der Stadtplanung und -entwicklung, von kriminalpräventiven Netzwerken sowie aus den Bereichen Bürgerbeteiligung, Soziale Stadt und Integration. Ausführliche Informationen zum Modellprogramm: http://www.wir-kuemmern-uns-selbst.de oder bei Dr. Claudia Olejniczak (ies): 0511 399-7253