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Eva Liedtke kümmert sich um Jugendliche

Oberbürgermeister Bernhard Ilg und Thomas Koch (Geschäftsführer des Job-Centers) beim Besuch der Freiwilligeninitiative

Eva Liedtke kümmert sich um Jugendliche

Hilfe für arbeitslose Jugendliche

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Meldung vom 17. Juni 2010

Seit über einem Jahr besteht eine Initiative von drei Freiwilligen, die arbeitslose Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben unterstützen. Jetzt haben die Initiatoren eine erste Bilanz gezogen. Schon 50 Jugendliche haben von dem Angebot profitiert.

Eva Liedtke von der Firma CWS Boco suchte Anfang März 2009 als eine der ersten Freiwilligen die Koordinierungsstelle „Ich für uns“ auf. Als Leiterin der Materialwirtschaft erlebt sie häufig, wie schlecht vorbereitet Jugendliche zum Vorstellungsgespräch kommen. Dorothee Perrine, Leiterin von „Ich für uns“, brachte ein Gespräch zwischen Eva Liedtke und Wolfgang Krause vom Job-Center zustande. Das war der Startschuss für ein Bewerbungscoaching.


CWS Boco stellte zunächst einmal wöchentlich den Besprechungsraum zur Verfügung. Dort führte Liedtke mit einem bis zwei Jugendlichen ein Test-Vorstellungsgespräch durch, sah sich die Bewerbungsunterlagen an und gab anschließend gute Ratschläge. Schon nach drei Monaten wurde das Projekt um Gerhard Grüning und Katja Hüttner erweitert. Sie bilden ein Team, das inzwischen jeden Mittwoch um 16 Uhr kleine Gruppe Jugendlicher betreut und bei der Jobsuche begleitet.


Das Besondere an diesen Mittwochstreffen liegt darin, dass sie für beide Seiten auf Freiwilligkeit gegründet sind. Die Berater machen ein Angebot, das wahrgenommen werden kann, aber nicht muss. So ist im Laufe des Jahres die Verlässlichkeit der Jugendlichen von anfangs 50 Prozent auf inzwischen fast 100 Prozent gestiegen. Die Jugendlichen verstehen recht schnell, dass sich dort Menschen Zeit für sie nehmen, und dass es nur von ihnen selbst abhängt, ob sie das Angebot nutzen oder nicht.


Das Team bringt verschiedene Kompetenzen und Erfahrungen mit. Gerhard Grüning ist die Schnittstelle, wenn es darum geht, Jugendliche in ein Praktikum zu bringen oder Kontakte zu Unternehmen herzustellen. Katja Hüttner bringt Erfahrungen aus Ihrer Tätigkeit als Mitarbeitern in der Personalabteilung bei Voith ein. Eva Liedtke hat Routine aus zahlreichen Bewerbungsgesprächen. Als Initiatorin erkennt sie für sich selbst auch einen Nutzen: „Die Arbeit mit den Jugendlichen ist für mich als Führungskraft eine neue Form der Fortbildung. Ich lerne viel dazu in punkto Kommunikation und Geduld.“


Eine der ersten Jugendlichen des Mittwochstreffs beginnt am 1. Juli 2010 eine Ausbildung bei einem Textildiscounter, andere Jugendliche haben Praktika in Heidenheimer Unternehmen absolviert. Der weitere Ausbau des Projektes ist offen: als nächster Punkt steht im Vordergrund Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern zu suchen. Weitere Idee ist es Strukturen aufzubauen, welche die Jugendlichen auch während der Ausbildung weiterbetreuen.


Oberbürgermeister Bernhard Ilg begrüßt die Initiative: „Die innovative und unbürokratische Zusammenarbeit von Freiwilligen, Job-Center und ‚Ich für uns’ schafft einen Nutzen für Jugendliche und ist ein wertvoller Beitrag für das Gemeinwesen. Ich wünsche mir, dass mehr solcher Projekte entstehen und dass sich viele Menschen beim Heidenheimer Mitmachtag aktivieren lassen, auch einen Beitrag für die Stadt zu leisten."

Thomas Koch, Geschäftsführer des JOB Centers, sieht die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen als innovatives Projekt des Job Centers: „Allen, die sich in dieser Angelegenheit für junge Menschen ehrenamtlich engagieren, gebührt unsere besondere Wertschätzung. Wir hoffen, dass der Schwung und Elan des Dreierteams mit der Integration in den Ausbildungsmarkt belohnt wird. Die Freiwilligen aus der Arbeit mit jungen Menschen können einen persönlichen Nutzen daraus ziehen, nämlich wenn sie wahrzunehmen, dass etwas zurück kommt.“