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Die ersten zertifizierten Bürgermentoren in der Stadt Heidenheim

 

Bürgermentoren zertifiziert

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Meldung vom 17. Februar 2011

Heidenheim hat die ersten Bürgermentoren. Oberbürgermeister Bernhard Ilg überreichte zwölf Damen und Herren die Zertifikate nach der erfolgreichen Teilnahme an einer Schulung.

Der Kurs hatte im vergangenen Herbst begonnen. Aufgerufen waren Bürgerinnen und Bürger, die sich gemeinsam mit Vereinen, Stadtteilen, Verbänden oder Initiativen um eine Verbesserung des Miteinanders kümmern wollen und Interesse für ihr Gemeinwesen mitbringen. In ganz Baden-Württemberg wurden bereits über 2.000 Bürgermentoren ausgebildet.

Grundidee des Mentorats ist die Weiterentwicklung des Bürgerengagements in Baden-Württemberg durch engagierte Bürgerinnen und Bürger, die über ihre eigenen Interessen und die Anliegen von einzelnen Vereinen und Initiativen hinaus das Gemeinwohl in ihrer Gemeinde im Blick haben.

Die Verantwortung lag in den Händen von Maria Högerl und der Koordinierungsstellen-Leiterin Dorothee Perrine, die als Tandem aus haupt- und ehrenamtlicher Kraft zuvor beim Paritätischen Bildungswerk in Stuttgart eine Trainerausbildung absolvierten. Daraus haben sie ein individuelles Programm für Heidenheim entwickelt.

Die Weiterbildung umfasste 40 Stunden, verteilt über drei Monate und enthielt verschiedene Bausteine: Kommunikationstraining, das Kennenlernen der Heidenheimer Engagementlandschaft, Projektmanagement und –finanzierung. Die verschiedenen Bausteine fanden an ganz unterschiedlichen Schulungsorten statt, da die Gruppe bei verschiedenen Organisationen zu Gast war. So gab z.B.: Dr. Volker Wiedemann im HSB-Sportpark Einblicke in die Organisation eines Sportvereins, Karen Warnecke-Gehrhardt stellte den angehenden Bürgermentoren das DRK vor, bei der Caritas gab Anita Knauß im Treffpunkt Wagnerstraße einen Einblick in das Thema Engagement im Stadtteil und Pfarrerin Elke Steude erläuterte die ehrenamtlichen Strukturen in einer Kirchengemeinde.

Die Gruppe der Heidenheimer Bürgermentoren ist ganz unterschiedlich besetzt: Berufstätige und Menschen im Ruhestand, jung und alt. Aus der Gruppe gehen verschiedene Projektideen und Aufgabenfelder hervor. Einige der Bürgermentoren werden als freiwillige Engagement-Berater tätig, um weitere Freiwillige zu beraten, begleiten und in bestehende Organisationen vermitteln. Andere haben den Bürgermentorenkurs genutzt, um das Projekt ihrer Organisation in Heidenheim stärker zu vernetzen, wieder andere werden ein neues Vorhaben beginnen.

So werden zum Beispiel Christel Foit und Paul Zinßer ein Ü40-Single-Café ins Leben rufen. Ideengeberin für das Projekt war Foit, die in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis den Bedarf für ein solches Thema erkannte, da bisher keine passende Plattform gefunden wurde.

Im Herbst 2011 beginnt der zweite Bürgermentorenkurs. Bürgermentor kann jeder Erwachsene werden, der aufgeschlossen ist für Menschen, Projekte und Gruppierungen, Mitwirkung am lokalen Geschehen sucht, kontaktfreudig ist, andere motivieren und begleiten will. Die ersten Interessenten sind schon auf der Warteliste. Weitere Informationen gibt es bei „Ich für uns“.