Beim 10. Bürgerempfang seiner Amtszeit, der turnusgemäß in der Ortschaft Großkuchen stattfand, zog Oberbürgermeister Bernhard Ilg eine Bilanz des vergangenen Jahres. Mit gemischten Gefühlen blickte er auf 2008 zurück.
Einerseits habe sich die Lebensqualität und Anziehungskraft der Stadt weiter verbessert, andererseits machten die Sorgen um die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise auch vor Heidenheim nicht halt. Doch Optimismus sei angesagt, das Haushaltsjahr 2008 werde mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis abschließen und Heidenheim sei insofern in einer günstigen Position, weil die Investitionen im Haushalt fürs laufende Jahr und die Zukunftsplanungen optimal zu den Anforderungen der Zeit passten. So trete man der Konjunkturkrise und ihren unvermeidlichen Folgen für den Arbeitsmarkt entgegen.
Für 2009 hob er besonders einzelne Schwerpunkte hervor, so die Erneuerung des Schlossbergs, mit dem man wie mit der Landesgartenschau ein Leuchtturmprojekt schaffe und Heidenheim zu einem zentralen Kongress- und Tagungsort mache. Mit dem Congress Centrum und dem Hotel gehe eine Schlosswirtschaft in Betrieb, die wie schon das legendäre "Hennennest" Heidenheimer und Ausflügler anlocken werde. Hinsichtlich Bildung und Betreuung habe die Stadt schon in der Vergangenheit sehr viel geleistet, teils sogar in Pionierarbeit. Bei der Versorgung mit Krippen- und Hortplätzen liege man deutlich über den gesetzlichen Vorgaben. Große, das Erscheinungsbild der Stadt weiter verändernde Aufgaben seien die Bebauung des Ploucquet-Areals, der Umbau des Albstadions zur Fußballarena und das neu zu gestaltende Leichtathletikstadion im Jahn-Sportpark. Mittels Investitionen in die Innenstadt und die Verkehrsentwicklung, durch den Ausbau der Infrastruktur für Bildung, Kultur, Sport und Soziales wolle man die Attraktivität der Stadt zu steigern. Erste Erfolge bei den Bemühungen, den prognostizierten enormen Einwohnerrückgang aufzuhalten, seien Oberbürgermeister Ilg zufolge bereits erkennbar. Doch trage zur Wohlfühlqualität auch das enorme ehrenamtliche Engagement tausender Bürger bei, das nicht hoch bewertet werden könne.
Der Ortschaft Großkuchen attestiert er ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl und eine lebendige Gemeinschaft. Seit dem letzten Bürgerempfang 2003 sei dort sehr viel geschehen. Er nannte die zahlreichen Investitionen und Verbesserungen, die die Stadtverwaltung seitdem getätigt habe und hob die Initiativen der Ortschaftsverwaltung und der Bürgerschaft hervor. Großkuchen sei im Gegensatz zu Heidenheim in der glücklichen Lage, noch Bauplätze anbieten zu können. Anschließend würdigte er das langjährige ehrenamtliche Engagement von Renate Sommer für den Sportverein, den Obst- und Gartenbauverein Großkuchen und die Ökumenische Sozialstation Heidenheim sowie von Elfriede Hafner als Leiterin der Frauengruppe des Obst- und Gartenbauvereins Großkuchen. Er dankte ihnen für ihren Einsatz für Andere mit einer Urkunde und dem Öllämpchen.



