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Sprachstandsbeobachtung

Kinder mit Buch

Kern der Sprachstandsbeobachtung ist die Eigenentwicklung eines informellen Verfahrens, welches bislang nicht normiert wurde und bewusst keinen diagnostischen Anspruch erfüllt.

Zentrale Bereiche der Sprachstandsbeobachtungen sind:

a) Besondere Berücksichtigung von Kindern mit Migrationshintergrund, insbesondere von Kindern mit türkischem Migrationshintergrund als die in der Region am häufigsten vertretenen nichtdeutschen Familiensprache,

b) Wichtige Wortschatzfelder,

c) Wichtige Wortarten wie Nomina, Adjektive aber auch Präpositionen,

d) Morphosyntaktische Bereiche wie die Pluralbildung und Elemente einer basalen Satzbildungskompetenz.

Die Beobachtungen werden von den Kindergartenleitungen und Fachkräften für Sprachförderung in einer für die Kinder angenehmen Atmosphäre durchgeführt. Sie werden dabei von Studentinnen und Studenten der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd in Absprache mit den Einrichtungen unterstützt.

Dies gewährleistet, dass die Verantwortung bei den Kindertageseinrichtungen bleibt, die Kinder nicht nur nach der Tagesform eingeschätzt werden und trotzdem eine objektive Beobachtung gewährleistet ist.

Die Sprachstandsbeobachtung im "Heidenheimer Modell" stellt keine isolierte Maßnahme dar; sie ist vielmehr in ein umfasendes Konzept eingebettet, welches die gezielte individuelle Sprachförderung der Kinder von Beginn des Kindergartenbesuchs an vorsieht. Es soll sichergestellt werden, dass bei allen Kindern mögliche Sprachentwicklungsverzögerungen oder Sprachentwicklungsstörungen erkannt und Fördermaßnahmen angeboten werden. Beobachtung, individuelle Förderung und Dokumentation beziehen sich aufeinander und sind die wesentlichen Bestandteile des individuellen Sprachförderkonzepts.