Vom Familienforum zum Generationenforum
„Die Stadt der Zukunft ist die generationengerechte Stadt. Wo Alt und Jung sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind, entsteht eine Kultur des selbstverständlichen Engagements, die negative Folgen des demografischen Wandels ausgleicht." Dies ist das Ziel, das Oberbürgermeister Bernhard Ilg zusammen mit den 25 Verteter des Familienforums verfolgt. Während das Familienforum seit seiner Gründung im Oktober 2004 maßgeblich Projekte für Familien umgesetzt hat, wird es künftig noch stärker um generationenverbindende Handlungsfelder gehen. Erfolgreiches Beispiel ist das Projekt "Generationen verbinden", bei dem Senioren den Kindern im städtischen Kinderhaus ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in technischen, hauswirtschaftlichen und handwerklichen Bereichen vermitteln. In Kooperation mit Stadtseniorenrat und der Freiwilligenagentur der Caritas Ostwürttemberg sind die "Lust- und Laune-Tage" zwischenzeitlich so erfolgreich, dass die Kinder "ihren Kindergartenopa" nicht mehr missen möchten. Ziel ist es, weitere Kindergärten in das Projekt einzubeziehen.
Das Familienforum zog bei seiner achten Sitzung Bilanz über die Ergebnisse der Hausaufgaben, die es sich im Juli 2007 gegeben hat. Im Juli 2008 steht die neue Broschüre "KinderStadt" Heidenheim zur Verfügung, welche das vielseitige Betreuungsangebot für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt sowie Bildungs- und Ferienangeboten auflistet. Die „Kinderbetreuung im Internet“ steht ebenso in den Startlöchern: Familien erhalten mit wenigen gezielten Mausklicks einen Überblick über die passende Betreuungsform für ihre Kinder. Zusätzlich hat eine Arbeitsgruppe Sport- und Bildungsangebote speziell für Kinder bis sechs Jahre und bis 14 Jahre zusammengestellt. Davon gibt es über 80 Varianten, darunter ganz exotische wie etwa Jazz-Dance, Westernreiten oder Videoclip-Dancing. Geplant ist ein Flyer, der dies zusätzlich bewirbt.
Auf Anregung des Familienforums steht im Foyer des Elmar-Doch-Haus eine Litfasssäule, die ausschließlich mit Veranstaltungen für Familien beklebt ist. Im November letzten Jahres fand der erste Willkommenstreff für Neubürger statt. Eine lebendige Einführung des Oberbürgermeisters, ein Film sowie eine Stadtführung vermittelten den Zugezogenen sehr schnell ein umfassendes Bild über ihre neue Heimat. Der nächste Treff ist am 11. Oktober.
Die Arbeitsgruppe Integration des Familienforums präsentierte nach drei intensiven Arbeitsjahren eine eindrückliche Bilanz: Über den Impulstag "Brücken bauen" und Kooperationen mit Kindergärten gelang es, Kontakt zu ausländischen Müttern aufzubauen, um sie mit dem deutschen Schulsystem und der deutschen Kultur vertraut zu machen. Das am Humboldtkindergarten und der Ostschule erfolgreiche Projekt „Wie funktioniert Schule“ hat mittlerweile den gewünschten Multiplikatoreneffekt: Ausgebildete ausländische Mütter geben zwischenzeitlich ihr Wissen weiter. Die internationale Frauengruppe im Hochberg-Kindergarten wird fortgesetzt und auch die Sprachkurse für Mütter an der Friedrich-Voith-Schule stoßen auf reges Interesse. Joachim Feldmeyer, Initator und ehemaliger Vorsitzender des Gesamtelterbeirats für die Heidenheimer Schulen, brachte es auf den eindrucksvollen Nenner: Seit seinem Besuch in der Moschee berichten die Männer, dass sie jetzt nicht mehr nur über Autos, sondern auch über Bildung reden!
Aus dem Fachtag „generationengerechte Stadt Heidenheim“ 2007 sind ebenfalls zwei Arbeitsgruppen entstanden: eine befasst sich mit einer Konzeption zur Einrichtung einer Koordinierungsstelle "Bürgerschaftliches Engagement" für die Stadt Heidenheim. Die andere erarbeitet ein Netzwerk von Menschen und Institutionen, die Lernpatenschaften vermittelt, Schüler beim Start ins Berufsleben begleitet und angehenden Rentnern Wege zu neuen sinnstiftenden Einsatzfeldern ebnet.
Das ausführliche Protokoll der letzten Sitzung vom 23. Juni 2008 können Sie hier herunterladen.

