Freya bringt Strickwaren. Iduna versichert. Weleda und Wala machen schön. Walküren gibt’ s bei Wagner, Nornen bei Droste-Hülshoff. Und Thors Hammer schmückt Frauen und Männer. Aber warum? Was verbirgt sich dahinter? Die Germanen feierten und liebten die Liebe. Sie verehrten die Sonne, waren große Poeten und Sänger. In ihrer ganzen Götter- und Mythenwelt ging es frei und urdemokratisch zu. Anders auch, als es das Vorurteil sagt: Die Germanen wollten den Frieden und nicht den Krieg. Und statt dass sie mächtige Tempel bauten, begnügten sie sich mit Hainen und Wäldern als heilige Orte. Sie waren offen, weltoffen gar: Ihre Religion, nicht unwesentlich schamanisch, bildete die Brücke zwischen den sibirischen und nordamerikanischen Kulturen. Vieles von den alten germanischen Mythen ist in unseren Märchen erhalten geblieben. Dazu referiert am Dienstag, 17. Januar (18 Uhr) bei der Volkshochschule im Elmar-Doch-Haus die bekannte Theologin und Autorin Vera Zingsem. Karten gibt es an der Abendkasse.
Freya, Iduna und Thor: Vom Charme der germanischen Göttermythen
Meldung vom 16. Januar 2012


