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Heidenheim Modellkommune zum Radverkehr

Die Stadt Heidenheim wurde von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg als Modellkommune für ein systematisches und integratives Fahrradmanagement ausgewählt.

 

Im Mai 2009 wurde ein Landesbündnis ProRad gegründet. Gleichzeitig wird eine „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg“ aufgebaut. Die Geschäftsstelle der Fahrradförderung des Landes ist bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (3-Löwen-Takt) angesiedelt.

Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, ein Qualitätsmanagement zur Fahrradförderung aufzubauen. Als Grundlage dafür dient eine Wirkungskontrolle, mit der jetzt begonnen wird. Mit einem System von Indikatoren soll der Radverkehr zunächst in zehn für Baden-Württemberg möglichst repräsentativen Städten und Landkreisen analysiert werden. Es geht um Fahrradnutzung, Sicherheit, Umfang und Nutzungskomfort der Infrastrukturangebote für den Radverkehr, das Fahrradklima sowie die Einstellungen der Nicht-Nutzer zum Radfahren.


Oberbürgermeister Bernhard Ilg sagt den Gutachtern nicht nur breite Unterstützung durch seine Verwaltung zu, sondern ist vor allem auf die Ergebnisse gespannt. „Zu Recht bezeichnen wir Heidenheim immer wieder als Stadt der kurzen Wege“, sagt Ilg und gibt gerade deshalb dem Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel eine große Zukunft. Nach seiner Überzeugung dürften mit kaum einer Maßnahme so viele Ziele moderner Stadtplanung gleichzeitig erreichbar sein: Lärmminderung, Steigerung der Aufenthaltsqualität und des Wohnwerts durch weniger parkende und fahrende Autos, Minderung der Luftschadstoffe, Verkehrssicherheit und Gesundheit.

Folgende Ergebnisse werden von der Analyse in den Modellkommunen erwartet: eine Standardisierung der Indikatoren, Erkenntnisse zum Ist-Zustand des Radverkehrs, eine Potenzialabschätzung und damit die Grundlage für konkrete Ziele einer landesweiten Radverkehrsförderung sowie die Grundlage für einen Vorher-Nachher-Vergleich als Wirkungskontrolle. Der Abschlussbericht soll im Frühjahr 2010 vorliegen.

Die Modellkommunen wurden in Abstimmung mit dem Innenministerium ausgewählt. Die Kriterien des beauftragten Gutachters umfassten dabei den Raumstrukturtyp, den Radverkehrsanteil, die Tradition der Radverkehrsförderung und die Topografie. Auf der ersten Arbeitssitzung des Landesbündnisses ProRad, an dem auch der ADFC beteiligt ist, wurde die Vorauswahl schließlich bestätigt.