Handy-Parken im Selbstversuch

- Bald auch Handyparker: Aynur Kirkici und ihr Sohn Baris mit Oberbürgermeister Bernhard Ilg.
Der Selbstversuch war auf Anhieb erfolgreich. Oberbürgermeister Bernhard Ilg wählte eine im Handy abgespeicherte Telefonnummer. Sofort meldete sich eine Stimme: "Ihr Parkvorgang wurde gestartet."
So einfach geht Handy-Parken. Unter dem einheitlichen bundesweit agierenden Portal www.mobil-parken.de ist Heidenheim die erste Stadt in Baden-Württemberg, die diesen Service anbietet. Das Besondere: Man ist nicht nur von einem einzigen Anbieter abhängig, sondern kann sich unter diesem Portal den passenden Vertragspartner unter mehreren Varianten heraussuchen.
Zurück zum Selbstversuch. Kurz nach dem Start des Parkvorgangs kommt eine SMS aufs Handy. Da steht genau drin, wann der Parkvorgang begonnen hat, wie lange man parken darf und was das Parken kostet. Bevor man den Zündschlüssel rumdreht um wieder wegzufahren, ruft man die selbe Nummer nochmal an oder antwortet auf die SMS, um den Parkvorgang zu beenden. Wer das mal vergessen sollte, bekommt eine Erinnerung per SMS, sobald die zulässige Höchstparkzeit abgelaufen ist.
Die Vorarbeit dauert nur ein paar Minuten und ist nicht schwieriger als der Kauf eines Bahn- oder Flugtickets. Im Internet vergleicht man unter dem Portal www.mobil-parken.de die unterschiedlichen Tarife und Zusatzangebote der verschiedenen Anbieter. Danach lässt man sich bei einem der Anbieter registrieren. Und ein paar Tage später kommt Post. Die bringt den Aufkleber mit dem Mobil-Parken-Logo. Dieses Logo klebt man in die Windschutzscheibe. Und schon kann man mit einem Handy-Anruf parken. OB Ilg findet das praktisch: "Heute hat man doch eher ein Handy in der Tasche als das passende Kleingeld."
Und wenn man zwar ein Auto und ein Handy, aber selten das passende Kleingeld und noch dazu kein Internet hat? Kein Problem in Heidenheim. In der Bußgeldstelle in der Helmut-Bornefeld-Straße steht ein Computer. Und dort helfen laut Fachbereichsleiterin Sonja Engler die Mitarbeiter gern bei der Online-Registrierung. Die erste Bürgerin hat sich auf diesem Weg schon registrieren lassen.
Von dem neuen Service schwer beeindruckt waren beim ersten Versuch Aynur Kirkici und ihr Sohn Baris aus Heidenheim. Frau Kirkici hat ihren Parkschein diesmal noch aus dem Automaten in der Helmut-Bornefeld-Straße gezogen. Jetzt denkt sie darüber nach, ob sie beim nächsten Mal schon mit dem Handy bezahlt. Die Kosten sind die selben. Egal ob mit Parkschein oder mit Handy.
Besonders interessant ist der Service übrigens für Gehbehinderte. Oder wenn es im Winter mal glatt ist. Oder wenn es regnet. Den Weg zum Parkscheinautomaten kann man sich beim Handy-Parken nämlich sparen.


