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Tipp im April

Titelbild Elefantenhüter

Roman

Höeg, Peter: Die Kinder der Elefantenhüter.  – München: Hanser, 2010    Der Vater des vierzehnjährige Peter ist Pastor auf der Insel Fino, seine Mutter Organistin und technisch sehr begabt. Am liebsten bastelt sie an Mechanismen, die auf Stimmerkennung reagieren. Eines Tages verschwinden die Beiden spurlos. Peter, seine zwei Jahre ältere Schwester Tilte und Basker, der Foxterrier, machen sich auf die Suche nach den Eltern und erleben haarsträubende Abenteuer… Dem dänischen Autor Peter Hoeg, bekannt geworden mit seinem verfilmten Roman „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“, ist ein ganz wunderbares Buch gelungen: ein Mischung aus Roadmovie, Abenteuer, Slapstick, Komödie und philosophischem Roman. Mit den Augen eines Jugendlichen betrachtet er die Welt: die Liebe, die Religionen, das  Dasein und den Tod. Und trotz der Tiefe der Gedanken mit einer unglaublichen Leichtigkeit und Augenzwinkern. Der Übersetzer Peter Urban-Halle hat die sprachliche Eleganz und den Humor hervorragend ins Deutsche übertragen. Wer die Blicke seiner Mitmenschen nicht scheut, da man beim Lesen immer wieder laut rauslachen muss, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Allerbeste, niveauvolle, vor Einfällen sprühende Unterhaltung, die man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen möchte. Mein absoluter (Geheim-)Tipp! (Mc)      
Signatur: Hoeeg

Titelbild "Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot"

Sachbuch

Asgodom, Sabine: Das Leben ist zu kurz für Knäckebrot. – München: Kösel, 2010
Welche Frau kennt das leidige Thema Gewicht und Diät nicht aus eigener Erfahrung? Sabine Asgodom, die sich selbst als Rubensfrau bezeichnet, weiß also genau, wovon sie redet. Aber sie sieht Dicksein nicht als Charakterfehler an und kasteit sich auch nicht mehr mit Diäten. Im Gegenteil: sie strotzt nur so vor Selbstbewusstsein und Lebensfreude und möchte diese Einstellung auch allen Leserinnen vermitteln. Die Quintessenz ihres unterhaltsamen Ratgebers für übergewichtige Frauen lautet schlicht und einfach: Dünnsein allein macht nicht glücklich! Es kommt auf das Selbstwertgefühl und die positive Einstellung zum eigenen Körper an. Die pfiffigen Illustrationen und eingestreuten Zitate erhöhen den Lesegenuß noch, z.B. „Wenn die Natur gewollt hätte, dass unser Knochengerüst sichtbar ist, dann hätte sie es an der Außenseite unseres Körpers angebracht“. Eine überaus empfehlenswerte Lektüre und ein Denkanstoß für Frauen aller Kleidergrößen! Sabine Asgodom ist eine der bekanntesten Vortragsrednerinnen und Managementtrainerinnen Deutschlands und außerdem Dozentin für Selbst-PR an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Heidenheim. (Klee)
Signatur: Mcl Asgo

Titelbild Schwimmwette

Kinderbuch

König, Christina: Lea und die Schwimmwette. – Würzburg: Arena, 2010
Lea möchte unbedingt Mitglied in der „Suppenbande“ werden. Das ist die coolste Schulbande der ganzen Schule und alle Mitglieder sind echte Helden. Davon ist Lea überzeugt. Aber um in die Bande aufgenommen zu werden, muss Lea erstmal eine schwierige und gefährliche Aufnahmeprüfung bestehen. Sie soll im Liliensee schwimmen. Doch das Problem ist, daß Lea gar nicht schwimmen kann. Und was noch schlimmer ist: Sie hat Angst vor Wasser und vor allem vor dem gefährlichen Wassermonster, das im Liliensee wohnt. Wie soll Lea das nur schaffen? Doch zum Glück gibt es Konrad, Leas großen Bruder. Er möchte Lea helfen diese Aufnahmeprüfung zu bestehen. Ob es Lea wohl gelingt, in die tolle „Suppenbande“ aufgenommen zu werden? Die Geschichte „Lea und die Schwimmwette“ von Christina König ist eine Erzählung für Erstleser. Durch die klare Textgliederung, die große Schrift und ein beigelegtes Leseübungsheft dieses schön gestalteten Buches mit seinen vielen Bildern ist es ideal für Leseanfänger ab 6 Jahren geeignet. (Mö)
Signatur: J 1 Koeni

Cover Ella und der Superstar

Hörbuch

Parvela, Timo: Ella und der Superstar. – Gelesen von Friedhelm Ptok. - Dortmund, 2010
Ella und ihre Freunde gehen gern in die Schule. Weil es da so lustig ist und sie viele tolle Dinge mit ihrem Lehrer erleben. Aber was, wenn der Lehrer Pekka sitzen lassen will? Und das nur, weil dieser das Einmaleins nicht kann.
Pekka will sowieso Superstar werden, wozu braucht er da das Einmaleins? Timo, der immer alles weiß, wird kurzerhand zu Pekkas Manager und setzt für seinen Klienten einen Vertrag auf, der von dem eingezäunten Parkplatz bis zu den Erfrischungsgetränken alles beinhaltet – auch die Sache mit dem Einmaleins. Natürlich werden Ella und die anderen zu Pekkas Band und haben viel zu tun. Dann ist auch noch der Lehrer in Schwierigkeiten, weil sein Vermieter den Lehrer samt Familie vor die Türe setzten will. Und das nur, weil die beiden Hunde (eigentlich sind es ja Kojoten) des Lehrers,  Koj und Ote, nachts heulen. Doch die Klasse hat wie immer eine tolle Idee – für den Lehrer muss ein Schiff her, da können Koj und Ote heulen wie sie wollen, auf dem Wasser hört sie ja niemand!Friedhelm Ptok liest die lustige Geschichte von Ellas Klasse mit viel Begeisterung und die kleinen und auch großen Hörer haben wieder jede Menge zu lachen. Natürlich gibt es auch die beiden ersten Abenteuer von Ella und ihrer Klasse als Hörbücher in der Zweigstelle Ost. (Opi)
Signatur: CD-K Parv (Zweigstelle Ost)

Titelbild "Eleganz"

DVD

Die Eleganz der Madame Michel. – München: Universum Film, 2010
Paloma, 11 Jahre alt, wohnt in Paris in einer großen Wohnung mit ihren reichen Eltern und ihrer älteren Schwester. Mit der alten Filmkamera ihres Vaters porträtiert sie die Familienmitglieder und Hausbewohner mit reflektierten Kommentaren. Paloma vergleicht das Leben der Erwachsenen mit einem Leben im Goldfischglas, in dem die Erwachsenen immer wie Fliegen gegen dieselbe Scheibe knallen. Da sie selbst so nicht leben will beschließt sie, an ihrem 12. Geburtstag Selbstmord zu begehen. Eines Tages zieht der Japaner Kakuro Ozu in das Haus ein, ein äußerst höflicher, intelligenter und gütiger Mann, mit dem Paloma Freundschaft schließt. Gemeinsam entdecken sie das Geheimnis der Concierge Renée Michel, die ruppig, aber nie unhöflich ist und ihre Intelligenz und Liebe zu Büchern, besonders zu „Anna Karenina“, gut versteckt zu haben glaubt. Paloma vergleicht Renée mit einem Igel, der nach außen hin mit Stacheln gepanzert ist wie eine Festung, scheinbar träge und Einzelgänger ist und dabei doch sehr sensibel und unwahrscheinlich elegant. Langsam gelingt es Paloma und Kakuro Ozu, in den Panzer der Madame Michel vorzudringen… Die junge Regisseurin Mona Achache hat das Buch von Muriel Barbery „Die Eleganz des Igels“ ganz wunderbar verfilmt und wird dem Originalbuch höchst gerecht, was man selten von Verfilmungen behaupten kann. Hier ist es ausnahmslos gelungen: mit hervorragenden Schauspielern, gekonnt auf den Punkt gebrachten Dialogen und hervorragend eingefangenen Bildern. Dieser Film sticht aus der Masse an Filmen heraus, ist eigentlich Kunst, denn ihm gelingt es, dass man sich beim Betrachten wohlfühlt, er einem gut tut und hinterher noch angenehm nachschwingt. Unbedingt sehenswert!!! (Mc)
Signatur: DVD Eleg