Oberbürgermeister Ilg stellte in dem gut einstündigen Arbeitsgespräch die städtebauliche Entwicklung Heidenheims dar und legte dem Minister vor allem drei Wünsche ans Herz: "Insgesamt 8,2 Mio. Euro Aufstockungsmittel würden uns helfen, das Ploucquet/ WCM-Areal auf Vordermann zu bringen und die Soziale Stadt Wilhelm-/Kastorstraße noch intensiver zu bedienen." Bei seiner Besichtigungsfahrt überzeugte sich der Minister von diesen Notwendigkeiten an beiden Orten.
"Mit der Städtebauförderung verfolgen wir eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Städte und Gemeinden". Innerörtliche Flächenpotenziale sollen ausgeschöpft und die Infrastruktur und Innenentwicklung in den Stadt- und Ortskernen nachhaltig gestärkt werden“, betonte Minister für Finanzen und Wirtschaft Nils Schmid am Donnerstag (2. Februar 2012) in Heidenheim an der Brenz. Bei seinem Besuch besichtigte der Minister mehrere Städtebauprojekte der Stadt. "Die erfolgreiche Umsetzung der aktuellen Maßnahmen ist ein Beweis für die Leistungsfähigkeit von Heidenheim“, so Schmid. „Ich bin mir sicher, dass die Stadt Heidenheim Ihre städtebaulichen Ziele erreichen wird."
Aktuell sind vier große städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen in Arbeit. Im Rahmen der zwei Maßnahmen „Voithsiedlung“ und „Wilhelm-/Kastorstraße“ bemüht sich die Stadt, die Wohn- und Aufenthaltsqualität in zwei großen innerstädtischen Wohngebieten aufzuwerten und zu verbessern. In der Maßnahme „Ploucquet-Areal“ findet nach der Schließung des Unternehmens „Ploucquet“ eine innenstadtverträgliche Neuordnung und Neunutzung der großen Gewerbebrache statt. In der Maßnahme „Südliche Hauptstraße/Schlossberg“ werden Vorhaben zur funktionalen Stärkung der Innenstadt und auf dem die Stadt prägenden Schlossberges vorgenommen.
Das Land Baden-Württemberg unterstützt schon seit vielen Jahren die städtebauliche Sanierung in Heidenheim. Seit dem Jahr 1975 hat die Stadt insgesamt rund 28,2 Millionen Euro Finanzhilfen für ihre verschiedenen städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen erhalten. Davon stehen Heidenheim für die vier laufenden Sanierungsgebiete noch 2,38 Millionen Euro zur Verfügung. "Heidenheim hatte in den letzten Jahren sowohl sozial schwierige Problemlagen in den Stadtquartieren zu lösen, als auch mit Schließung des Ploucquet-Werkes eine große innerstädtische Gewerbebrache zu bewältigen. Die Finanzhilfen haben dazu beigetragen, dass die industriell geprägte Stadt eine gute städtebauliche Entwicklung eingeschlagen hat", so der Minister.
Seit Inkrafttreten des Städtebauförderungsgesetzes 1971 wurden in Baden-Württemberg 2.726 städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen in 824 Städten und Gemeinden in die Förderprogramme der städtebaulichen Erneuerung aufgenommen. Über 6 Milliarden Euro Finanzhilfen für die städtebauliche Erneuerung wurden dafür zur Verfügung gestellt: Das Land Baden-Württemberg steuerte knapp 5,1 Milliarden bei, die restlichen Mittel sind vom Bund. Im Jahr 2011 wurden 348 städtebauliche Sanierungsmaßnahmen in 322 Städten und Gemeinden mit insgesamt 182,5 Millionen Euro gefördert. „Ziel der neuen Landesregierung ist es, die Städte und Gemeinden weiterhin auf hohem finanziellem Niveau bei der Bewältigung der Herausforderungen zu unterstützen, die sich insbesondere aus dem Klimawandel und der demografischen Entwicklung ergeben“, erklärte Schmid.




