Die städtischen Betriebe haben kreisweit nicht nur den größten Fuhrpark mit hoch spezialisierten Kommunalfahrzeugen, sondern sind auch mit modernen Werkstätten gut ausgestattet. Da liegt es nahe, dass sich Nachbargemeinden und Landkreisverwaltung Unterstützung in der Friedrich-Ebert-Straße holen, natürlich gegen Bezahlung. Dabei geht es nicht darum, dass die Stadt Heidenheim künstlich Überkapazitäten vorhält. Vielmehr steigt dadurch die Auslastung der Fahrzeuge und Maschinen und die kleineren Nachbarn können teilweise auf eigene Anschaffungen verzichten.
Mit einer großen Streusalzreserve sorgt man in Heidenheim auch für länger dauernde Winterdiensteinsätze vor. Um bei extremen Verhältnissen Lieferengpässe gar nicht erst entstehen zu lassen, hat Heidenheim jetzt in einem Verbund mit anderen Kommunen einen Salzliefervertrag abgeschlossen. Umgekehrt konnten die Stadt Giengen und die Gemeinde Steinheim in der Vergangenheit bei Salzknappheit auf die Heidenheimer Vorräte zugreifen, natürlich zum Selbstkostenpreis.
Begehrt sind die großen Kehrmaschinen aus Heidenheim, die mehrmals jährlich durch Nattheim und Gerstetten kurven. Auch das Landratsamt fordert diese Kehrmaschinen an, wenn in Folge eines Unfalls möglichst rasch eine Straße gereinigt werden muss. Der Landkreis benötigt außerdem den Hubsteiger, um Bäume entlang seiner Straßen ausschneiden zu können. Und auch im Winterdienst hat man zu einigen Arrangements gefunden: die Stadt räumt zwischen Mergelstetten und Bolheim, der Landkreis im Gegenzug zwischen Heidenheim und Schnaitheim. Gelegentlich kommt ein Räumfahrzeug des Landkreises zur Reparatur in die städtischen Betriebe.
Kehren vor eigenen und fremden Türen
Meldung vom 5.01.12





