Für höhere Stadtqualität in Schulen, Kindergärten, Kunstmuseum, Sporthalle, Straßen, Brücken und Kanäle
Investitionen in bisher nicht gekannter Höhe sind im gerade verabschiedeten Haushaltsplan 2012 der Stadt Heidenheim vor allem in den Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen geplant. Die städtischen Hochbauer konzentrieren sich darüber hinaus auf Maßnahmen, die durch eine verbesserte Energieeffizienz bestehender Gebäude auf Dauer die Betriebskosten senken. Der Straßen- und Kanalbau konzentriert sich auf die „Soziale Stadt Wilhelmstraße/Kastorstraße“ und auf den Galgenberg.
Zum Schuljahrsbeginn 2012/13 werden die beiden Bildungshäuser an der Ostschule und an der Silcherschule fertig. Heidenheim ist die einzige Stadt, in der gleich zwei Bildungshäuser eingerichtet werden. Für das Bildungshaus Ostschule wurde ein Anbau errichtet. Die Einführung der Ganztagsbetreuung erfordert umfangreiche Umbauten im Schulgebäude. Das Bildungshaus Ostschule kostet insgesamt 1,84 Millionen Euro. Für die Ganztageseinrichtung kommen 300.000 Euro dazu. Der ehemalige Hauptschultrakt der Silcherschule in Mergelstetten wird zu einer Kindertageseinrichtung mit zehn Gruppen umgebaut. Auch im dortigen Grundschulgebäude wird gebaut. Im Verbindungsbau entstehen Räume für eine Essensausgabe. Als Gesamtkosten sind 4,2 Millionen geplant.
Die Eugen-Gaus-Realschule erfährt eine mehrjährige Generalsanierung mit einem Gesamtaufwand von 5,7 Millionen Euro. Dabei entsteht ein neuer Fachklassenanbau. Sobald dieser fertig ist, wird der Pavillon zu Gunsten eines größeren Schulhofs abgebrochen. Die bestehenden Klassenräume werden saniert. Eine neue Fassade und eine neue Heizung mindern die Energiekosten der Schule.
Die Generalsanierung der Westschule erfordert für den nächsten Bauabschnitt im Jahr 2012 den Einsatz von knapp über einer Million Euro. Damit wird der Ganztagesbereich fertiggestellt, die Sanierung des Hauptschulgebäudes fortgeführt und ein Aufzug gebaut, um die Schule barrierefrei zu machen.
Die Friedrich-Voith-Schule bekommt für 120.000 Euro und das Schloss Hellenstein für 60.000 Euro neue Heizungen. Die Gebäudehülle des Kindergartens Hochbergweg wird für 280.000 Euro verbessert, auch das senkt den Energiebedarf.
In mehreren Schulen wird die Infrastruktur an den Bedarf angepasst. Nach einem Konzept zur Sanierung der Fachklassenräume in den Schulen sind jetzt für 125.000 Euro die Biologiesäle im Max-Planck-Gymnasium an der Reihe. Die Erneuerung des MNT-Raumes an der Hirscheckschule kostete 130.000 Euro, die Sanierung der Schulküche an der Friedrich-Voith-Schule 115.000 Euro. Ein weiteres Zimmer für den Montessori Zug der Mittelrainschule erfordert 15.000 Euro.
Wo die noch fehlende Sporthalle gebaut werden soll, steht zwar noch nicht fest. Im Haushalt sind für einen ersten Abschnitt allerdings 500.000 Euro eingeplant. Um die Gemälde aus der Schenkung von Alfred Gunzenhauser dauerhaft ausstellen zu können, wird das Kunstmuseum im Südflügel des Erdgeschosses erweitert. Dort sind derzeit noch zwei Klassenzimmer. Um daraus Ausstellungsräume mit der dazu erforderlichen Technik und Infrastruktur zu machen, sind 332.000 Euro erforderlich. Im Rathaus geht der Brandschutz weiter. 216.000 Euro kostet es, Rauchabschnitte zu schaffen. Die Generalsanierung der Aussegnungshalle im Waldfriedhofs steht an. Für die Planungskosten sind 30.000 Euro vorgesehen.
Die Kastorstraße, die zum Sanierungsgebiet „Soziale Stadt Wilhelmstraße/Kastorstraße“ gehört, ist mit der Pflanzung der Bäume im alten Jahr noch fertig geworden. Nächstes Jahr kommt die parallele Felsenstraße von der Bergstraße bis zur Johannesstraße einschließlich der Fritz-Schneider-Straße an die Reihe. Mit dem Kanalbau kostet allein die Felsenstraße fast 1,5 Millionen Euro. Im Quartier auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße steht die Sanierung der Wiesenstraße mit der Fritz-Schneider-Straße und Werner-Walz-Straße an, wobei sich diese Arbeiten bis ins Jahr 2013 ziehen werden. Verteilt auf beide Jahre summiert sich der Aufwand für Straße und Kanal auf rund eine Million Euro.
In einem auf mehrere Jahre verteilten Programm wurde die Ernst-Degeler-Straße und in deren Verlängerung die Albert-Schweitzer-Straße von der Bergstraße bis zur Kuppe am höchsten Punkt des Galgenbergs erneuert. 2012 geht es auf dem letzten Teilstück der Albert-Schweitzer-Straße weiter bis zur Kreuzung mit der Virchowstraße und der Sebastian-Kneipp-Straße. Dort kommt dann ein Kreisverkehr hin. Mit dem Kanal wendet die Stadt dafür 830.000 Euro auf. Damit geht die Sanierung einer wichtigen Haupterschließungsstraße, auf der auch der Stadtbus verkehrt, ihrem Ende entgegen.
Die Steinheimer Straße soll in einem letzten Bauabschnitt ab der Fa. Edelmann nach Westen bis zur Wedelbrücke saniert werden. Zuvor wird ein Regenklärbecken erstellt und danach der Fahrbahnbelag erneuert. Die Straße kostet 380.000 Euro, der Kanal 360.000 Euro.
Die Stadt hat das Ziel, bis 2014 die Straßenbeleuchtung komplett auf die sparsamen Natriumdampflampen umzustellen und damit die Quecksilberdampflampen zu ersetzen. Im nächsten Jahr kommt man diesem Ziel einen großen Schritt näher. 200 Leuchten im Wert von rund 100.000 Euro werden installiert.





