Im Schaufenster von Juwelier Weichert in der südlichen Hauptstraße sind zwei ganz besondere Ehrenringe ausgestellt: Der erste und der letzte, der vom Gemeinderat bedeutenden und verdienten Persönlichkeiten verliehen worden ist.
Zu dieser Ausstellung kam es, weil Altstadtrat Heinz Martin, selbst auch Träger des Ehrenrings, den Ehrenring seines Vaters Emil Martin in die Obhut der Stadt zurückgegeben hat. Martin nutzte dazu die Gelegenheit anlässlich der Verleihung des Ehrenrings an Altstadtrat Erhard Lehmann, der damit der jüngste Träger dieses Schmuckstücks ist.
Der Ehrenring ist eine seltene und hohe Auszeichnung der Stadt und kommt gleich nach der Ehrenbürgerschaft. Geregelt ist das in der städtischen Ehrenordnung. Emil Martin war gemeinsam mit Paul Hering der erste Bürger, dem der damalige Oberbürgermeister Elmar Doch im Jahr 1965 den neu geschaffenen Ring an den Finger steckte. Emil Martin war erstmals 1932 im Gemeinderat, aus dem er 1965 ausschied. Erst dadurch konnte sein Sohn in dieses Gremium einziehen, weil damals Verwandte nicht gleichzeitig ein solches Mandat ausüben durften. Hering war Beigeordneter seit Kriegsende bis 1965.
Der Ehrenring von Emil Martin wurde noch in der Werkstatt des Juweliers Seyfried gemacht. Die Platte ist farbig emailliert. Den Ehrenring mit goldener Platte fertigt Christoph Weichert nach den Skizzen seines Großvaters inzwischen schon in der dritten Generation.
Im Schaufenster sind nicht nur die beiden Ehrenringe zu besichtigen, sondern auch die Goldene Münze und einige Handskizzen, die Aufschluss geben über die Konstruktion der Schmuckstücke.
» Zur Ehrenordnung der Stadt Heidenheim (PDF)






