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Stadt Heidenheim spannt europaweites Netzwerk auf

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Meldung vom 19.12.06

„Manchmal habe ich den Eindruck, dass unterschätzt wird, was eine Mittelstadt wie Heidenheim zur Integration Europas beitragen kann“, sagt Oberbürgermeister Bernhard Ilg vor dem Hintergrund eines neuen Netzwerks, das er im nächsten Jahr mit den Heidenheimer Partnerstädten Clichy (Frankreich), St. Pölten (Österreich) und Jihlava (Tschechien) sowie den Städten Maribor (Slowenien) und Martin (Slowakei) aufbauen will. In dem Projekt, für das Fördermittel der Europäischen Union aus dem Programm INTI beantragt werden, geht es darum, Lösungsansätze für die Integration von Migranten zu entwickeln.

Den Anstoß für dieses Projekt gab die internationale Konferenz der europäischen Mittelstädte, die vor gut einem Jahr in Heidenheim stattfand und in deren Mittelpunkt der Erfahrungsaustausch im Bereich der integrierten Förderung städtischer Problemgebiete stand. Damals wurde in einer Erklärung festgestellt, dass auf den Feldern Bildung und Integration zukünftig die größten Anstrengungen nötig sein werden, um zu verhindern, dass die Gesellschaft auseinander driftet und soziale Spannungen entstehen.

Heidenheim hat sich als federführende Stadt um die EU-Mittel beworben und rechnet ab Januar mit einer Förderzusage. Das Vorhaben muss dann mit dem Projektstart am 1. März 2007 beginnen. Die maximale Laufzeit ist auf 18 Monate begrenzt.

Die Stadt Heidenheim hat ihren Teil des Projektentwurfs mit der Caritas erarbeitet. Der Projektvorschlag hat das Ziel, in je einem benachteiligten Stadtteil der beteiligten Städte mit hohem Migrantenanteil ein tragfähiges und nachhaltiges Bürgernetzwerk aufzubauen. Dazu sollen motivierte Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden. In Heidenheim wird das Projekt, sollte es eine Förderzusage geben, in der „Sozialen Stadt Voithsiedlung“ durchgeführt. Dort ist die Netzwerkarbeit bereits mit sichtbaren Erfolgen bereits angelaufen.

INTI ist ein Programm der EU zur Förderung der Integration von sog. Drittstaatsangehörigen (Internation Network on Technical Information). Geförderten werden von der EU drei Aktionsbereiche: die Einrichtung von transnationalen Netzwerken oder Pilotprojekten, die Verbesserung des Wissensbasis für die Entwicklung von Integrationspolitiken in der EU und die Förderung des transnationalen Dialogs im Zusammenhang mit der Sensibilisierung in Integrationsangelegenheiten sowie deren gesellschaftlicher Auswirkungen.