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Neuer Flächennutzungsplan in Arbeit

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Meldung vom 20.12.08

Die Arbeiten am Flächennutzungsplan 2020, dessen Geltungsbereich die Verwaltungsgemeinschaft Heidenheim-Nattheim umfasst, gehen laut Oberbürgermeister Bernhard Ilg planmäßig voran. „Einen besseren Zeitpunkt für die Neufassung unserer Bauleitplanung hätten wir uns eigentlich nicht wünschen können“, meint Ilg. Alle Städte und Gemeinden sind einem umfassenden gesellschaftlichen und strukturellen Wandel unterworfen, dem mit hergebrachten Rezepten kaum mehr beizukommen ist.

 

Die Öffentlichkeit reagiert heute sensibler als je zuvor auf genau die Fragen, die im Rahmen der kommunalen Planungshoheit zu beantworten sind. Wie ist der Flächenbedarf der Wirtschaft in Zukunft einzuschätzen? Welche Trends im Wohnungsbau gilt es zu bedenken? Wie wird man der Alterung der Gesellschaft gerecht und wie dem Bevölkerungsrückgang? Wohin mit dem Verkehr? Welche Flächen werden auch zukünftig land- und forstwirtschaftlich genutzt? Und welche Flächen bleiben einer Nutzung ganz entzogen, weil sie als Rückzugsgebiet für die Pflanzen- und Tierwelt besonders zu schützen sind?

 

Gerade die hohe Aufmerksamkeit, die solche Themen heute finden, sollte nach Ilgs Ansicht mit dazu beitragen, dass im künftigen Flächennutzungsplan alle genannten Aspekte mit Augenmaß gegeneinander abgewogen werden. Einen Raubbau an der Natur kann es für Ilg genauso wenig geben wie ein Denkverbot hinsichtlich der baulichen Entwicklung der Stadt, die sich nach allen vorliegenden Prognosen genug anstrengen muss, um den drohenden Bevölkerungsrückgang auch nur einigermaßen wett machen zu können.

 

Den Aufstellungsbeschluss für den neuen Flächennutzungsplan hat der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Heidenheim-Nattheim bereits am 29. April gefasst. Im Sommer fand die „Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit“ verbunden mit Informationsveranstaltungen in Nattheim, Heidenheim, Oggenhausen und Großkuchen statt. Parallel dazu wurden alle Daten erhoben, die für das erstmals auf digitaler Grundlage erstelle Planwerk benötigt werden. Außerdem lief eine Erhebung der aktuell noch verfügbaren konkreten und potentiellen Baulücken bzw. Bauflächen für Wohn-, Misch- und Gewerbenutzung, um den künftigen weiteren Flächenbedarf zu ermitteln. Die Planer gingen im übrigen auch der Frage nach, wo noch Erweiterungsflächen ausgewiesen werden könnten.

 

Alle gesammelten Ergebnisse werden im ersten Quartal 2009 den Gemeinderäten in Heidenheim und in Nattheim sowie dem Gemeinsamen Ausschuss vorgestellt. Anschließend werden die Träger öffentlicher Belange erstmals am Verfahren beteiligt. Mit dem Satzungsbeschluss ist im ersten Quartal 2010 zu rechnen.