„Unsere Investitionen werden völlig zurecht hinterfragt, ob bei der Planung auch die Folgekosten berücksichtigt worden sind“, erklärt Oberbürgermeister Bernhard Ilg im Zusammenhang mit den 5,33 Millionen Euro, die 2009 ohne das Congress-Centrum in den Hochbau geflossen sind. Er weist aber gleichzeitig darauf hin, dass rund 70 Prozent dieser Summe dafür aufgewandt worden sind, um die Gebäude energetisch zu verbessern. Ilg meint daher: „Man könnte an dieser Stelle ruhig auch mal vom ‚Folgenutzen’ sprechen, denn die Energieeinsparungen entlasten den Verwaltungshaushalt nachhaltig.“
Die Investitionsmittel des Haushaltsjahres 2009, die im Nachtragshaushalt gegenüber dem ursprünglichen Plan dank Konjunkturprogramm nochmals um mehr als eine Million aufgestockt worden sind, wurden bis auf wenige Ausnahmen (Rathaus-Foyer, Feuerwehr, Museum im Römerbad) für Schulen, Kindergärten und Sporthallen ausgegeben.
In den Schulen wird parallel zur energetischen Verbesserung auch der Barrierefreiheit und dem vorbeugenden Brandschutz entsprochen. Insgesamt wurde dadurch die Nutzbarkeit und der Komfort der Objekte deutlich verbessert. Am Beispiel der Bergschule und der Westschule wird gleichzeitig sichtbar, wie gut ihnen die Fassadenerneuerung „zu Gesicht steht“.
Das umfangreichste und bei einem Volumen von 6,2 Millionen Euro über mehrere Jahre verteilte Programm läuft an der Westschule. In diesem Jahr galt der zweite Bauabschnitt (1,11 Millionen Euro) dem Inneren der Grundschule.
An der Adalbert-Stifter-Realschule kostete der Brandschutz in einem ersten Bauabschnitt 510.000 Euro, wobei es hier auch darum geht, Foyer und Flure besser zu belüften und zu beleuchten, was gleichzeitig auch noch Energie spart. Zusätzliche heizungstechnische Verbesserungen für 160.000 Euro wurden durch das Konjunkturprogramm möglich.
Die Bergschule erfährt eine Rundumsanierung für insgesamt 1,25 Millionen Euro, die besonders ins Auge fällt, seit das Baugerüst verschwunden ist. Jetzt ist der Blick frei auf die sanierte Fassade und die neuen Fenster und zeigt eines der schönsten historischen Gebäude in der ganzen Stadt.
Am Werkgymnasium wurde ein Teil des Dachs saniert und dadurch die Wärmedämmung wesentlich verbessert (145.000 Euro). Heizkosten spart auch der Fenstertausch im Schillergymnasium und der zweite Abschnitt der Heizungserneuerung für 200.000 Euro. Mit dem im Frühjahr übergebenen Neubau des Mehrzweckraums ist auch das Schillergymnasium zur Ganztageseinrichtung geworden.
Eine Reihe von Schulen freut sich über die Investitionen für spezielle Räume: Musiksaal der Hirscheckschule (24.000 Euro), Fachraum Naturwissenschaft und Technik des Max-Planck-Gymnasiums (120.000 Euro), Biologiesaal des Hellensteingymnasiums (100.000 Euro), Forscherlabor der Bergschule (35.000 Euro), Mehrzweckraum der Mittelrain-Turnhalle (27.000 Euro).
Die Kindergärten in Oggenhausen und an der Albert-Schweitzer-Straße wurden für 123.00 Euro ausgebaut, um Kinder unter drei Jahren aufnehmen zu können. Der Kindergarten am Waiblinger Weg hat ein neues Dach und eine neue Heizung (200.000 Euro).
Das gern für Ausstellungen und als Stätte der Bürgerbegegnung genutzte Rathaus-Foyer erhält derzeit eine hellere Decke und eine zeitgemäße Beleuchtung. Als Beitrag zur Energieeinsparung wird dieses Projekt mit Kosten von 360.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm gefördert. Neben der bereits sanierten Hauptfeuerwache wurde mit einem Aufwand von 255.000 Euro das Wohn- und Bürogebäude überarbeitet, wobei diese Maßnahme Teil des Programms „Soziale Stadt Wilhelmstraße/Kastorstraße) ist. Im Römerbadmuseum wurden 50.000 Euro für einen zweiten Fluchtweg und zur besseren Nutzbarkeit der Vortragsräume verbaut.



