Im Tandem von Ehrenamt und Hauptamt hat sich die Stadt Heidenheim in den vergangenen acht Wochen am landesweiten Projekt „Netzwerk Bildung – Senioren in Baden-Württemberg“ beteiligt. Es handelt sich um ein Projekt der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem Städtetag und dem Landkreistag. In Heidenheim waren Wilhelm Gebler, Vorsitzender des Stadtseniorenrates, und Dieter Henle, Leiter des städtischen Geschäftsbereichs Kinder, Jugend und Familie, federführend.
17 Kommunen haben ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen zu einer zukunftsorientierten Seniorenpolitik ausgetauscht, die alle relevanten Politikfelder einschließt. Es geht darum, die maßgeblichen örtlichen Akteure ebenso einzubinden wie das Engagement der älteren Menschen. Im Workshop „Partizipation und bürgerschaftliches Engagement“ wurden hierzu Lösungsansätze erarbeitet und neue Wege des Planens und Denkens angestoßen. Von den Ergebnissen soll unter anderem die künftige Koordinierungsstelle „Bürgerschaftliches Engagement“ in Heidenheim profitieren. Als Werkzeug dient eine Online-Plattform, die den Projektteilnehmern bis Ende 2009 kostenfrei zur Verfügung steht.
Bei der Abschlussveranstaltung in Ludwigsburg diskutierte Bürgermeister Rainer Domberg auf dem Podium mit Vertretern des Sozialministeriums, der Bertelsmann-Stiftung, der Freien Wohlfahrtspflege und des Landesseniorenrats über die Erwartungen der verschiedenen Akteure an eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik. „Aufgabe einer Kommune ist es, neben ihren gesetzlichen Pflichtaufgaben Rahmenbedingungen zu schaffen, damit ältere Menschen ihr reiches Potenzial an Lebensweisheit, Wissen, Erfahrung und Innovationskraft vielfältig einbringen können", so Domberg.
In Heidenheim sollen bürgerschaftliches Engagement und die Impulse des Stadtseniorenrats zusammengeführt und begleitet werden. Domberg: „Nicht zuletzt deshalb bietet Heidenheim eine feste Anlaufstelle im Rathaus und hat eine Koordinierungsstelle für bürgerschaftliches Engagement geschaffen." Dieser Ansatz stieß auf großes Interesse. „Wir schauen neidisch nach Heidenheim", meinte jedenfalls Annette Scholl, Projektleiterin des Netzwerks Bildung – Senioren vom Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln.



