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Ein Gewinn nicht nur für den Umweltschutz

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Meldung vom 16.12.05
Von: Presse

Die Eröffnung der technisch weiterentwickelten Kläranlage in Schnaitheim, die von Wissenschaftlern für ihre Reinigungswerte Bestnoten erhält, zog am 10. September Tausende von Menschen an. Dabei galt das Interesse auch dem Wohnmobilstellplatz, den die Landesgartenschau GmbH in Hinblick auf das Jahr 2006 angelegt hat. Viele Kinder und Erwachsene beteiligten sich an einem Luftballonwettbewerb. Oberbürgermeister Bernhard Ilg gab nun die Namen der Gewinner bekannt.

 

Aus allen 24 Postkarten, die aufgefunden und zurückgeschickt worden sind, wurden die drei Hauptgewinner gezogen: Gina-Marie Eberling, Timna Wiebel und Emelie Stephani dürfen sich über eine Aquarena Geldwertkarte, ein Buch und eine Eintrittskarte zur Landesgartenschau freuen. Gleich drei Ballone schafften es bis in die Schweiz, nämlich nach Rickenbach und Ennetbürgen. Eintrittskarten für die Landesgartenschau wurden auch unter den Kartenfindern ausgelost und gehen nach Eberhardzell, Neu-Ulm, Bachhagel, Staig und Pfaffenhofen/Roth.

 

Die große Beteiligung am Tag der offenen Tür in der Kläranlage ist für Ilg ein Beleg dafür, wie stark das Interesse in der Bevölkerung an Umweltthemen gewachsen ist. Schon im Jahr 2004 war bei der ersten derartigen Veranstaltung in der ebenfalls mit Millionenaufwand verbesserten Kläranlage in Mergelstetten das gleiche Phänomen zu beobachten. Das Versprechen der Stadt, mit der Bewerbung um die Landesgartenschau die Brenz wieder zur besten Stadtadresse werden zu lassen, erhöhte die Erwartungen in der Bevölkerung zusätzlich.

 

Im größten Wassereinzugsgebiet des Landes haben die Städte und Gemeinden im Landkreis Heidenheim nach Ilgs Ansicht eine besonders hohe Verantwortung für den Schutz des wertvollsten aller Bodenschätze. Gerade in Hinblick auf die Landesgartenschau hofft Ilg, dass nun der Algen- und Krautwuchs zurückgeht, weil durch die Kläranlagen in Itzelberg, Schnaitheim und Mergelstetten das gesamte Wassereinzugsgebiet der oberen Brenz bis zum Eselsburger Tal von unnötigem Nährstoffeintrag verschont ist.

 

Die Erneuerung und Erweiterung der Kläranlage in Schnaitheim hat rund 4,5 Millionen Euro gekostet. Dank einer aufwändigen Simulation der biochemischen Prozesse in der Anlage konnten Einsparungen gegenüber der ursprünglichen Planung von rund zehn Prozent erzielt werden. Trotz dieser Ersparnis bei den Investitionskosten entlässt die Anlage nur ein halbes Gramm Phosphat pro Kubikmeter Abwasser in die Brenz. Das ist die Hälfte des überaus strengen Grenzwertes, den die Behörden für den langsam fließenden Fluss festgelegt haben. Mit genau den selben Werten glänzt auch die Kläranlage Mergelstetten, die nach Umbauten und Erweiterungen für 12,5 Millionen Euro im Jahr 2004 fertig gestellt worden ist.

 

Weil der Klärschlamm aus Schnaitheim nicht mehr an Ort und Stelle, sondern in Mergelstetten weiterverarbeitet wird, ergeben sich Einsparungen auch im laufenden Betrieb. Ilg wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch andere Brenz-Anrainer von einer zentralen Klärschlammbehandlung profitieren könnten.