Heidenheimer Stadtwappen

Das "redende" Heidenheimer Stadtwappen wurde 1956 neu stilisiert. Es zeigt in Gold einen bärtigen Heidenkopf mit roter, blau aufgeschlagener Heidenmütze und ebensolchem Gewand. Der stilisierte Heidenkopf, kenntlich an Bart und "Heidenhut", nimmt Bezug auf eine mögliche Deutung des Ortsnamens Heidenheim. Danach haben die sich nach den Römern hier niederlassenden Alamannen noch Reste des römischen Kastells und der Zivilsiedlung vorgefunden. Im Zuge der Christianisierung hätten die Alamannen dann die römischen Relikte als Überbleibsel von "Heiden" empfunden und ihr benachbartes eigenes Dorf, ihr "Heim", danach benannt.

Bis 1486 lässt sich die Geschichte des Wappenbildes und des Stadtsiegels zurückverfolgen: An einer 1511 ausgestellten Urkunde hängt ein Siegel mit dem Heidenkopf, der Unterschrift "S(igillum).opidi.Haidenheim" und der Zahl 86, die vermutlich zu 1486, dem Jahr der Siegelgenehmigung, zu ergänzen ist.

Die älteste farbige Darstellung des Wappens der Amtsstadt findet sich in Heinrich Schweickhers Atlas des Herzogtums Württemberg von 1575. Kopfbedeckung und Gewand sind dabei wie die entsprechenden Aufschläge einheitlich rot gefärbt. Erstmals im Gadnerschen Forstatlas von 1593/96 ist die heute gültige Farbkombination, rot und blau, wiedergegeben.

(Quelle: Helmut Weimert "Aus der Geschichte Heidenheims", Heidenheim, 2005)

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