BiSS - Bildung durch Sprache und Schrift

Regionalverbund Sprachförderung Heidenheim – Schwäbisch Gmünd – Aalen – Ellwangen“

Der Regionalverbund beteiligt sich an dem fünfjährigen Forschungs- und Entwicklungsprogramm BiSS - „Bildung durch Sprache und Schrift“. Mit dem Programm können Bildungseinrichtungen ihre bewährten Konzepte für Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung mit neuen Maßnahmen verzahnen.

Aus Heidenheim sind bei diesem Programm:

Vom ersten Wort bis(s) zur Lesemaus: Förderung des Sprach-, Lese- und Textverständnisses im Grundschulalter

Der Verbund will Sprach- und Lesefreude wecken und Lesekompetenz stärken. Ziel der Verbundarbeit ist die Umsetzung und Weiterentwicklung eines umfassenden Programms zur Sprach- und Leseförderung, das fächerübergreifende und unterrichtsintegrierte sowie außerschulische Angebote sinnvoll zusammenführt. Die beteiligten Lehrpersonen erstellen auf Basis eines Pools an vorhandenen Maßnahmen zur Förderung der Sprach- und  Lesemotivation, der Leseflüssigkeit und des Leseverständnisses Wochenpläne für ihre jeweiligen Klassen. Dabei werden sie von Lesepaten unterstützt, die im lokalen Programm „Ich für Heidenheimer Schulen“ aktiv sind. Ergänzt wird das Förderprogramm durch verschiedene außerschulische Angebote, z. B. (Vor-) Leseclubs am Nachmittag. Elternarbeit sowie der Einbezug von Lehramtsstudierenden runden das ganzheitliche Leseförderkonzept ab. Die Verbundarbeit wird durch zahlreiche außerschulische Partner begleitet. So steuert zum Beispiel die „Stiftung Lesen“ ihre Expertise bei und setzt außerschulische Bausteine wie den Leseclub um.
Das derzeitige Konzept des „Heidenheimer Modells“ wird bereits seit 2005 sehr erfolgreich in den Bildungseinrichtungen der Stadt Heidenheim umgesetzt. Durch den gesellschaftlichen Wandel, z. B. aufgrund der derzeitigen Zuwanderung, des Zuzugs von Flüchtlingsfamilien und neuen Zuwendungsrichtlinien des Landes, ist es erforderlich, das Konzept der Sprachförderung an diese Rahmenbedingungen anzupassen. Es wurden bereits im Voraus Maßnahmen ergriffen, um den Flüchtlingen Hilfe leisten zu können und sie zu unterstützen. In den Schulen gibt es bereits viele Vorbereitungsklassen (VKL), die den Kindern Unterstützung bieten, um die deutsche Sprache zu lernen. Weiterhin wurden im Rahmen der Hausaufgaben-, Sprach- und Lernhilfen zusätzliche Sprachfördergruppen bedarfsgerecht – auch in den Kindertageseinrichtungen – eingerichtet. Die Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen leisten intensive Sprachförderung für die betroffenen Kinder und unterstützen diese. Die Eltern haben des Weiteren die Möglichkeit, Elternsprachkurse zu besuchen, welche die Volkshochschule kostenfrei und niederschwellig in den Bildungseinrichtungen anbietet. Da zu erwarten ist, dass die Anzahl der ausländischen Familien weiterhin steigen wird, soll die Sprachförderung mit Hilfe des Konzeptes, welches im Rahmen des BiSS-Verbundes „Vom ersten Wort bis(s) zur Lesemaus“ (Bildung in Sprache und Schrift) erarbeitet wurde, überarbeitet werden und ab dem Schuljahr 2015/2016 zunächst im Schulbereich umgesetzt und im Anschluss auf den Bereich der Kindertagesstätten angepasst werden. Mit dem neuen Konzept zur Sprachförderung wird Heidenheim erneut seiner Vorreiterrolle auf diesem Gebiet gerecht. Das Konzept wurde von Bund und Land in ein bundesweites Konsortium aufgenommen. In allen Auswahlkriterien wurde das Konzept als „vorbildlich“ eingestuft.
Dieser Modellversuch versucht bisherige Begrenzungen zu überwinden, den Ansatz der Förderung von Kindern, deren Eltern um Asyl ersucht haben, zu erweitern und ein umfassendes Integrationsprogramm zu entfalten, dessen Umsetzung helfen wird, das Ziel einer angemessenen Bildung und Integration dieser Kinder zu erreichen.
Das Projekt umfasst folgende Schwerpunkte nach dem Konzept für Heidenheim von Prof. Fthenakis (Stärkung der Sprachkompetenz bei Kindern, deren Eltern um Asyl ersucht haben oder Zuwanderungsgeschichte aufweisen) und geht somit über bisher vorliegende Ansätze weit hinaus:
(a) Breitere Konzeptualisierung des Ansatzes
(b) Sprachkompetenz in ein breiteres Profil von Kompetenzen einbetten
(c) Implementation neuerer didaktischer Ansätze
(d) Einbettung des Spracherwerbsprozesses in einen sozial und kulturell integrativen Ansatz
(e) Aktive Einbeziehung der Familie

Module:

Diagnose und Förderung des Spracherwerbsprozesses
Diagnose und Förderung der Leseflüssigkeit und ihrer Voraussetzungen
Diagnose und Förderung des Leseverständnisses

Verbundschulen:

Verbundkoordinatoren:

  • Stadt Heidenheim
  • Staatliches Schulamt Göppingen

Weitere Informationen: Regionalverbund

Patricia Nauwerck, Prof. Dr.
Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
Oberbettringer Straße 200
73525 Schwäbisch Gmünd
Tel.: (0 71 71) 98 32 28

Weitere Informationen: Lesemäuse

Kontakt

Familie, Bildung und Sport
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Grabenstraße 15
89522 Heidenheim an der Brenz
Tel.: (0 73 21) 327-51 00