Jahresrückblicke von Großkuchen

Geschichte

Die Geschichte von Großkuchen hat Dr.Helmut Weimert in Historisches Heidenheim (Heidenheim 2. Aufl. 2006), 32 – 36 zusammengefasst.

Anfänge des Dorfes

Zwei fränkische Friedhöfe künden vom Anfang des Dorfes Großkuchen

Karl Hartmann (verstorben zwischen 1985 und 1990), ein Handelsschullehrer und Heimatkundler in Heidenheim, hat Informationen aus den Anfängen von Großkuchen niedergeschrieben. Die Aufzeichnungen können Sie hier downloaden:

Frühkeltische und alamannische Siedler in Großkuchen
(Quelle: Informationsstehle am Eisenbrunnen)

Mitte der Siebziger Jahre erschloß die Gemeinde das Neubaugebiet “Gassenäcker” am Nordrand von Großkuchen. Bei verschiedenen Ausgrabungen (1976 bis ‘79 und 1986) wurden dort archäologische Funde geborgen, die eine recht gute Vorstellung von der Geschichte Großkuchens in keltischer und besonders in alamannischer Zeit vermitteln.
Den gesamten Text über frühkeltische und alamannische Siedler in Großkuchen können Sie hier downloaden:

Großkuchen in den Jahren 1966-67 ​mit Teilorten Kleinkuchen, Rotensohl und Nietheim

Quelle: unbekannt

Gemeindewappen: In Blau ein silberner Schräglinksbalken, beiderseits begleitet von je einem silbernen Kruckenkreuz Das Kreuz soll an die geschichtlichen Zusammenhänge zwischen dem Ort und dem Kloster Neresheim sowie der Diözese Augsburg erinnern. Das Wappen wurde der Gemeinde am 12. Juli 1954 verliehen.
Den kompletten Text "Großkuchen in den Jahren 1966 - 67" können Sie hier downloaden:

Die Ortschronik von Großkuchen (aus den Jahren 1975 - 78)

Gerd Dannemann hat 1978 eine Ortschronik aus den Jahren 1975 - 78 erstellt. Den Text können Sie hier downloaden.
Großkuchen war die Heimat der Künstler- und Gelehrtenfamilie Mettenleiter. 1957 wurde in der Mettenleiterstrasse eine Gedenktafel für die Familie Mettenleiter angebracht.
Seit dem Bau des katholischen Gemeindehauses im Jahre 1997 ist die Gedenktafel verschwunden. Das Wirken und die Verdienste der Familie Mettenleiter ist in der Ortschronik von Gerd Dannemann beschrieben.

Urgeschichtliche Wasserstellen am Eisenbrunnen

Quelle: Informationsstehle am Eisenbrunnen
 
Ohne Wasser kann der Mensch nicht leben. Ausreichend Wasser für Mensch und Vieh war vor dem Bau der Albwasserversorgung die wichtigste Voraussetzung für die Gründung von Siedlungen auf dem verkarsteten Härtsfeld.
Der Eisenbrunnen lag in einer leichten Senke, die heute aufgefüllt ist. Undurchlässige Schichten der anstehenden Zementmergel leiten das Oberflächenwasser der Umgebung in die Senke ein. So ist es nicht verwunderlich, dass bei Grabungen, die im Jahr 1889 am Eisenbrunnen stattfanden, Überreste alter Wasserstellen gefunden wurden, die in die Anfänge der Eisenzeit (7. Jh. v. Chr.) zurückreichen.
Der aus Steinen gesetzte Brunnen wurde um 1900 verfüllt und aufgelassen. Da der Verdacht bestand, daß es sich hier um eine alte Wasserstelle handelt, wurde die Stelle im Jahr 1989 großflächig abgebohrt. Hierbei zeigten sich zwei 5 m tiefe wannenförmige Löcher mit bis zu 15 m Ausdehnung. Sie sind mit Sediment gefüllt und außerordentlich wasserführend. Die Schnitte zeigten, daß die beiden tiefen Wasserstellen schon in der Hallstattzeit offen lagen oder angelegt wurden. Ihre Füllung ist mit Holzkohle durchsetzt und randlich setzten Kulturschichten mit zahlreichen Scherben der Hallstattzeit an. Im Acker westlich des Eisenbrunnens sind deutliche Gruben zu erkennen aus denen Eisenschlacken stammen. In einer der Schürfgruben wurde auch der historische Eisenbrunnen lockalisiert. Es ist ein im Unterteil aus Plattenkalken, im Oberteil aus Massenkalkbrocken trocken gesetzter Schacht von 5,5 m Tiefe. Er war mit Steinen aufgefüllt worden. Auf seiner Sohle fanden sich zahlreiche Gegenstände: Ein kleiner Holzeimer mit Kippe stammt wohl von einer Schöpfeinrichtung. Scherben von Tonkrügen und eine Seltersflasche belegen die häufige Benutzung dieses für sein klares Wasser in der mündlichen Überlieferung auch heute noch gerühmten Brunnens. Eine Mundharmonika ist einem unachtsamen Spieler aus der Hand gefallen und wurde bei der Schürfung wieder gefunden.

Kontakt

Ortschaftsverwaltung Großkuchen
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